BVerwG, 03.02.2011 - BVerwG 10 B 32.10 - Missionarische Aktivitäten des Betroffenen als wesentliches oder zwingend erforderliches Indiz für die Annahme einer verpflichtenden Verbundenheit mit seinem Glauben

Bundesverwaltungsgericht
Beschl. v. 03.02.2011, Az.: BVerwG 10 B 32.10
Gericht: BVerwG
Entscheidungsform: Beschluss
Datum: 03.02.2011
Referenz: JurionRS 2011, 10575
Aktenzeichen: BVerwG 10 B 32.10
 

Verfahrensgang:

vorgehend:

VGH Baden-Württemberg - 27.09.2010 - AZ: VGH A 10 S 689/08

Rechtsgrundlagen:

§ 60 Abs. 1 AufenthG

Art. 9 RL 2004/83/EG

Art. 10 Abs. 1 S. 1 Buchst. b RL 2004/83/EG

§ 108 Abs. 1 S. 1 VwGO

§ 133 Abs. 3 S. 3 VwGO

Redaktioneller Leitsatz:

Es ist nicht zu beanstanden, hinsichtlich der Flüchtlingsanerkennung eines Ahmadis das Fehlen der Entfaltung missionarischer Aktivitäten als Indiz im Rahmen der Beurteilung heranzuziehen, ob er von den Beschränkungen, denen Ahmadis bei der öffentlichen Glaubensausübung in Pakistan unterliegen, tatsächlich betroffen ist.

In der Verwaltungsstreitsache
...
hat der 10. Senat des Bundesverwaltungsgerichts
am 3. Februar 2011
durch
die Richter am Bundesverwaltungsgericht Prof. Dr. Dörig,
Richter und Prof. Dr. Kraft
beschlossen:

Tenor:

Die Beschwerde des Klägers gegen die Nichtzulassung der Revision in dem Urteil des Verwaltungsgerichtshofs Baden-Württemberg vom 27. September 2010 wird zurückgewiesen.

Der Kläger trägt die Kosten des Beschwerdeverfahrens.

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