BVerfG, 22.09.2011 - 2 BvR 947/11 - Notwendigkeit der Vorlage an den Europäischen Gerichtshof bei einem Streit über die Gültigkeit einer ausländischen Fahrerlaubnis im Inland nach Ablauf der Sperre aber noch vorhandener Eintragung im Verkehrszentralregister

Bundesverfassungsgericht
Beschl. v. 22.09.2011, Az.: 2 BvR 947/11
Gericht: BVerfG
Entscheidungsform: Beschluss
Datum: 22.09.2011
Referenz: JurionRS 2011, 25987
Aktenzeichen: 2 BvR 947/11
 

Verfahrensgang:

vorgehend:

AG Erlangen - 20.05.2010 - AZ: 6 Ds 915 Js 140982/10

LG Nürnberg - 08.11.2010 - AZ: 15 Ns 915 Js 140982/2010

OLG Nürnberg - 30.03.2011 - AZ: 1 St OLG Ss 42/11

Rechtsgrundlagen:

Art. 267 Abs. 3 AEUV

§ 28 Abs. 4  FeV

Fundstellen:

Blutalkohol 2012, 30-36

DAR 2012, 14-18

NJ 2012, 112-113

StraFo 2011, 498-502

SVR 2011, 468-473

VR 2012, 25-28

zfs 2012, 51-57

Verfahrensgegenstand:

Verfassungsbeschwerde des Herrn K...,
...
gegen
a)
den Beschluss des Oberlandesgerichts Nürnberg vom 30. März 2011 - 1 St OLG Ss 42/11 -,
b)
das Urteil des Landgerichts Nürnberg-Fürth vom 8. November 2010 - 15 Ns 915 Js 140982/2010 -,
c)
das Urteil des Amtsgerichts Erlangen vom 20. Mai 2010 - 6 Ds 915 Js 140982/10 -
und
Antrag auf Festsetzung des Gegenstandswerts

In dem Verfahren
...
hat die 2. Kammer des Zweiten Senats des Bundesverfassungsgerichts
durch
die Richter Di Fabio, Gerhardt und
die Richterin Hermanns
am 22. September 2011
einstimmig beschlossen:

Tenor:

Der Beschluss des Oberlandesgerichts Nürnberg vom 30. März 2011 - 1 St OLG Ss 42/11 - verletzt den Beschwerdeführer in seinem grundrechtsgleichen Recht aus Artikel 101 Absatz 1 Satz 2 des Grundgesetzes. Er wird aufgehoben. Die Sache wird an das Oberlandesgericht Nürnberg zurückverwiesen.

Im Übrigen wird die Verfassungsbeschwerde nicht zur Entscheidung angenommen.

Der Freistaat Bayern hat dem Beschwerdeführer die notwendigen Auslagen zu erstatten.

Der Wert des Gegenstands der anwaltlichen Tätigkeit wird im Hauptsacheverfahren auf 8.000 € (in Worten: achttausend Euro) und im Verfahren auf Erlass einer einstweiligen Anordnung auf 4.000 € (in Worten: viertausend Euro) festgesetzt.

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