BVerfG, 08.12.2011 - 1 BvR 1932/08 - Vereinbarkeit des Gebotes effektiven Rechtsschutzes mit gesetzlichen Ermessensspielräumen und der Tatbestandswirkung von Exekutivakten

Bundesverfassungsgericht
Beschl. v. 08.12.2011, Az.: 1 BvR 1932/08
Gericht: BVerfG
Entscheidungsform: Beschluss
Datum: 08.12.2011
Referenz: JurionRS 2011, 31858
Aktenzeichen: 1 BvR 1932/08
 

Verfahrensgang:

vorgehend:

BVerwG - 02.04.2008 - AZ: BVerwG 6 C 16.07

VG Köln - 08.03.2007 - AZ: 1 K 3918/06

Bundesnetzagentur - 29.04.2006 - AZ: BK 4c-06-001/R

Fundstellen:

CR 2012, 169

DÖV 2012, 282-283

DVBl 2012, 299

DVBl 2012, 230-234

GewArch 2012, 198-200

K&R 2012, 204

MMR 2012, 186-188

NVwZ 2012, 694-698

wistra 2012, 3-4

ZAP 2012, 106-107

ZAP EN-Nr. 73/2012

ZIP 2012, 5

ZNER 2012, 65-68

ZUM-RD 2012, 187-192

Redaktioneller Leitsatz:

Die Auslegung der Reichweite des Beurteilungsspielraums in §§ 10, 11 TKG durch das Bundesverwaltungsgericht dahingehend, dass die Fachgerichte die Überprüfung einer von der Bundesnetzagentur vorgenommenen Marktdefinition und -analyse darauf zu erstrecken, aber auch zu begrenzen haben, ob die Behörde die gültigen Verfahrensbestimmungen eingehalten hat, von einem richtigen Verständnis des anzuwendenden Gesetzesbegriffs ausgegangen ist, den erheblichen Sachverhalt vollständig und zutreffend ermittelt hat und sich bei der eigentlichen Beurteilung an allgemeingültige Wertungsmaßstäbe gehalten, insbesondere das Willkürverbot nicht verletzt hat, ist verfassungsrechtlich, insbesondere mit Blick auf Art. 19 Abs. 4 GG, nicht zu beanstanden.

In dem Verfahren
über die Verfassungsbeschwerde

der T... GmbH,

- Bevollmächtigte:

Rechtsanwälte Dolde, Mayen & Partner,

Rheinauen Carré, Mildred-Scheel-Straße 1, 53175 Bonn -

1.

unmittelbar gegen

a)

das Urteil des Bundesverwaltungsgerichts vom 2. April 2008 - BVerwG 6 C 16.07 -,

b)

das Urteil des Verwaltungsgerichts Köln vom 8. März 2007 - 1 K 3918/06 -,

c)

den Beschluss der Bundesnetzagentur vom 29. August 2006 - BK 4c-06-001/R -,

2.

mittelbar gegen
§ 10 Abs. 2 Satz 2, § 11 TKG

hat die 1. Kammer des Ersten Senats des Bundesverfassungsgerichts durch

den Vizepräsidenten Kirchhof
und die Richter Eichberger,
Masing

gemäß § 93b in Verbindung mit § 93a BVerfGG in der Fassung der Bekanntmachung vom 11. August 1993 (BGBl I S. 1473) am 8. Dezember 2011 einstimmig beschlossen:

Tenor:

Die Verfassungsbeschwerde wird nicht zur Entscheidung angenommen.

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