BSG, 30.09.2009 - B 9 VG 3/08 R - Anspruch auf Gewaltopferentschädigung für ein Kind; Leistungsbeginn bei verspäteter Antragstellung durch den gesetzlichen Vertreter; Zurechnung einer schuldhaft unterlassenen früheren Antragstellung

Bundessozialgericht
Urt. v. 30.09.2009, Az.: B 9 VG 3/08 R
Gericht: BSG
Entscheidungsform: Urteil
Datum: 30.09.2009
Referenz: JurionRS 2009, 28212
Aktenzeichen: B 9 VG 3/08 R
 

Verfahrensgang:

vorgehend:

LSG Nordrhein-Westfalen - 09.09.2008 - AZ: L 6 VG 12/08

SG Köln - 21.04.2008 - AZ: S 8 VG 507/06

Rechtsgrundlagen:

§ 60 Abs. 1 BVG

§ 1 OEG

§ 14 SGB I

§ 96 SGG

§ 383 Abs. 1 ZPO

Fundstellen:

BSGE 104, 245 - 257

Breith. 2010, 273-284

SGb 2010, 156

SGb 2010, 216-217

in dem Rechtsstreit

Az: B 9 VG 3/08 R

L 6 VG 12/08 (LSG Nordrhein-Westfalen)

S 8 VG 507/06 (SG Köln)

...........................................................,

Kläger und Revisionsbeklagter,

Prozessbevollmächtigte: .........................................,

gegen

Landschaftsverband Rheinland - Dezernat 7 - Soziales/Integration, Fachbereich Soziales Entschädigungsrecht, Widersprüche/Klagen des SER,

Kennedy-Ufer 2, 50663 Köln,

Beklagter und Revisionskläger.

Der 9. Senat des Bundessozialgerichts hat ohne mündliche Verhandlung am 30. September 2009 durch den Vorsitzenden Richter Prof. Dr. L o y t v e d , die Richter K r u s c h i n s k y und Dr. K n ö r r sowie die ehrenamtlichen Richter S ö l d n e r und Dr. S i m o n

für Recht erkannt:

Tenor:

Auf die Revision des Beklagten wird das Urteil des Landessozialgerichts Nordrhein-Westfalen vom 9. September 2008 aufgehoben.

Auf die Berufung des Beklagten wird das Urteil des Sozialgerichts Köln vom 21. April 2008 in der Fassung des Berichtigungsbeschlusses vom 21./28. April 2008 aufgehoben und die Klage abgewiesen, soweit darin über den Bescheid des Versorgungsamts Köln vom 3. Januar 2007 entschieden worden ist.

Im Übrigen wird die Sache zur erneuten Verhandlung und Entscheidung an das Landessozialgericht zurückverwiesen.

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