BSG, 28.10.2009 - B 6 KA 11/09 R - Genehmigung zur Abrechung gesprächspsychotherapeutischer Behandlungen für eine zur vertragsärztlichen Versorgung zugelassene Psychologische Psychotherapeutin

Bundessozialgericht
Urt. v. 28.10.2009, Az.: B 6 KA 11/09 R
Gericht: BSG
Entscheidungsform: Urteil
Datum: 28.10.2009
Referenz: JurionRS 2009, 31554
Aktenzeichen: B 6 KA 11/09 R
 

Verfahrensgang:

vorgehend:

SG Frankfurt am Main - 15.10.2003 - AZ: S 27 KA 3870/02

LSG Hessen - 11.03.2009 - AZ: L 4 KA 43/08

Rechtsgrundlagen:

Art. 12 GG

Art. 74 GG

§ 1 PsychThG

§ 2 PsychThG

§ 11 PsychThG

§ 12 PsychThG

§ 6 PsychThG

§ 8 PsychThG

§ 17 PsychThRL

§ 22 PsychThRL

§ 27 SGB V

§ 28 SGB V

§ 91 SGB V

§ 92 SGB V

§ 95 SGB V

§ 95c SGB V

§ 135 SGB V

Fundstellen:

BSGE 105, 26 - 46

SGb 2010, 27 (Pressemitteilung)

Amtlicher Leitsatz:

1. Der Beschluss des GBA vom 24.4.2008, mit dem die Eignung der Gesprächspsychotherapie als psychotherapeutisches Behandlungsverfahren im Sinne des § 92 Abs 6a SGB V für die vertragsärztliche Versorgung verneint wird, verletzt keine Rechte der Psychotherapeuten.

2. Dieser Beschluss präjudiziert nicht die Frage, ob Versicherte in besonders gelagerten Fällen eine Versorgung mit dieser Therapiemethode beanspruchen können.

in dem Rechtsstreit

Az: B 6 KA 11/09 R

L 4 KA 43/08 (Hessisches LSG)

S 27 KA 3870/02 (SG Frankfurt)

.......................................,

Klägerin und Revisionsklägerin,

Prozessbevollmächtigte: ..........................................,

gegen

Kassenärztliche Vereinigung Hessen,

Georg-Voigt-Straße 15, 60325 Frankfurt,

Beklagte und Revisionsbeklagte,

beigeladen:

Gemeinsamer Bundesausschuss,

Auf dem Seidenberg 3 a, 53721 Siegburg.

Der 6. Senat des Bundessozialgerichts hat auf die mündliche Verhandlung vom 28. Oktober 2009 durch den Vorsitzenden Richter Prof. Dr. W e n n e r , die Richter Prof. Dr. C l e m e n s und E n g e l h a r d sowie die ehrenamtliche Richterin Dr. W i e s e und den ehrenamtlichen Richter Dr. K o r s c h a n o w s k i

für Recht erkannt:

Tenor:

Die Revision der Klägerin gegen das Urteil des Hessischen Landessozialgerichts vom 11. März 2009 wird zurückgewiesen.

Die Klägerin trägt die Kosten des Revisionsverfahrens mit Ausnahme der außergerichtlichen Kosten des Beigeladenen.

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