BSG, 27.10.2009 - B 2 U 30/08 R - Prüfungskriterien der Voraussetzung "infolge des Versicherungsfalles einer Erwerbstätigkeit nicht mehr nachgehen können" für die Erhöhung der Rente bei Schwerverletzten

Bundessozialgericht
Urt. v. 27.10.2009, Az.: B 2 U 30/08 R
Gericht: BSG
Entscheidungsform: Urteil
Datum: 27.10.2009
Referenz: JurionRS 2009, 32561
Aktenzeichen: B 2 U 30/08 R
 

Verfahrensgang:

vorgehend:

SG Düsseldorf - 08.11.2005 - AZ: S 16 U 130/02

LSG Nordrhein-Westfalen - 02.07.2008 - AZ: L 17 U 264/05

Rechtsgrundlage:

§ 57 SGB VII

Fundstellen:

Breith. 2010, 554-557

DB 2010, 16

FA 2010, 192

SGb 2010, 29 (Pressemitteilung)

Redaktioneller Leitsatz:

Die Voraussetzung "infolge des Versicherungsfalles einer Erwerbstätigkeit nicht mehr nachgehen können" für die Erhöhung der Rente bei Schwerverletzten ist nicht anhand der Regelungen über die Erwerbsminderung in der gesetzlichen Rentenversicherung zu prüfen vielmehr ist eine eigenständige Beurteilung vorzunehmen, ob der Verletzte in der Lage ist, auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt unter den üblichen Bedingungen mindestens drei Stunden täglich erwerbstätig zu sein.

in dem Rechtsstreit

Az: B 2 U 30/08 R

L 17 U 264/05 (LSG Nordrhein-Westfalen)

S 16 U 130/02 (SG Düsseldorf)

.............................................. ,

Kläger und Revisionskläger,

Prozessbevollmächtigter: .....................................,

gegen

Verwaltungs-Berufsgenossenschaft,

vertreten durch die Direktorin ...............,

Deelbögenkamp 4, 22297 Hamburg,

Beklagte und Revisionsbeklagte,

Prozessbevollmächtigte: ............................................ .

Der 2. Senat des Bundessozialgerichts hat auf die mündliche Verhandlung vom 27. Oktober 2009 durch den Vorsitzenden Richter Prof. Dr. M e y e r , die Richter Dr. B e c k e r und M u t s c h l e r sowie die ehrenamtlichen Richter S e n s k e und Dr. G r i e s h a b e r

für Recht erkannt:

Tenor:

Die Revision des Klägers gegen das Urteil des Landessozialgerichts Nordrhein-Westfalen vom 2. Juli 2008 wird zurückgewiesen.

Kosten sind nicht zu erstatten.

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