BSG, 25.06.2009 - B 3 KR 7/08 R - Kostenerstattung der gesetzlichen Krankenversicherung für Maßnahmen zur Herbeiführung einer Schwangerschaft mittels intracytoplasmatischer Spermainjektion; Zulässigkeit der Altersbegrenzung für weibliche Versicherte auf 40 Jahre

Bundessozialgericht
Urt. v. 25.06.2009, Az.: B 3 KR 7/08 R
Gericht: BSG
Entscheidungsform: Urteil
Datum: 25.06.2009
Referenz: JurionRS 2009, 25312
Aktenzeichen: B 3 KR 7/08 R
 

Verfahrensgang:

vorgehend:

SG Köln - 18.07.2007 - AZ: S 9 KR 222/06

LSG Nordrhein-Westfalen - 14.02.2008 - AZ: L 5 KR 93/07

Fundstellen:

Breith. 2010, 317-323

FA 2010, 95

NZS 2010, 144

NZS 2010, 451

SGb 2010, 207-208

Amtlicher Leitsatz:

1. Ein Anspruch auf Leistungen zur künstlichen Befruchtung besteht für beide Eheleute nicht, wenn ein Ehepartner die für ihn maßgeblichen Altersgrenzen nicht erfüllt. Das gilt auch für den Fall, dass der betreffende Ehepartner der gesetzlichen Krankenversicherung nicht angehört.

2. Der seit dem 1.1.2004 geltende Ausschluss von Leistungen zur künstlichen Befruchtung nach dem vollendeten 40. Lebensjahr der Ehefrau ist verfassungskonform (Anschluss an BSG vom 3.3.2009 - B 1 KR 12/08 R = SozR 4-2500 § 27a Nr 7).

in dem Rechtsstreit

Az: B 3 KR 7/08 R

L 5 KR 93/07 (LSG Nordrhein-Westfalen)

S 9 KR 222/06 (SG Köln)

.................................................................................................................. ,

Kläger und Revisionskläger,

Prozessbevollmächtigter: ...................................................... ,

gegen

AOK Rheinland/Hamburg - Die Gesundheitskasse,

Kasernenstraße 61, 40213 Düsseldorf,

Beklagte und Revisionsbeklagte.

Der 3. Senat des Bundessozialgerichts hat auf die mündliche Verhandlung vom 25. Juni 2009 durch den Vorsitzenden Richter Dr. H a m b ü c h e n , die Richter S c h r i e v e r und Dr. S c h ü t z e sowie die ehrenamtliche Richterin G r ü t z m a c h e r und den ehrenamtlichen Richter B u s c h

für Recht erkannt:

Tenor:

Die Revision des Klägers gegen das Urteil des Landessozialgerichts Nordrhein-Westfalen vom 14. Februar 2008 wird zurückgewiesen.

Kosten des Revisionsverfahrens sind nicht zu erstatten.

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