BSG, 23.03.2011 - B 6 KA 9/10 R - Festlegung einer Richtgrößenvereinbarung durch die Kassenärztliche Vereinigung bis Ende Mai für das laufende Kalenderjahr ohne Bildung eines Schiedsamtes ist rechtens; Festlegung einer wirksamen Richtgrößenvereinbarung durch die Kassenärztliche Vereinigung bis Ende Mai für das laufende Kalenderjahr ohne Bildung eines Schiedsamtes; Ordnungsgemäße Bekanntgabe einer Richtgrößenvereinbarung durch ein Rundschreiben an die betroffenen Ärzte zusammen mit einer Werbung für ein Arzneimittelprogramm; Vorliegen und Zulässigkeit einer echten Rückwirkung einer erst im Mai für das laufende Kalenderjahr festgelegten Richtgrößenvereinbarung

Bundessozialgericht
Urt. v. 23.03.2011, Az.: B 6 KA 9/10 R
Gericht: BSG
Entscheidungsform: Urteil
Datum: 23.03.2011
Referenz: JurionRS 2011, 20681
Aktenzeichen: B 6 KA 9/10 R
 

Verfahrensgang:

vorgehend:

SG München - 24.10.2007 - AZ: S 38 KA 1231/06

LSG Bayern - 25.11.2009 - AZ: L 12 KA 16/08

Fundstellen:

Breith. 2012, 234-245

FA 2011, 352

NZS 2011, 8

SGb 2011, 269-270

in dem Rechtsstreit

Az: B 6 KA 9/10 R

L 12 KA 16/08 (Bayerisches LSG)

S 38 KA 1231/06 (SG München)

...............................................................................................................,

Kläger und Revisionskläger,

Prozessbevollmächtigte: ...........................................,

gegen

Beschwerdeausschuss Ärzte Bayern,

Wernerwerkstraße 2, 93049 Regensburg,

Beklagter und Revisionsbeklagter,

beigeladen:

1. Kassenärztliche Vereinigung Bayerns,

Elsenheimerstraße 39, 80687 München,

2. AOK Bayern - Die Gesundheitskasse,

Carl-Wery-Straße 28, 81739 München,

3. BKK-Landesverband Bayern,

Züricher Straße 25, 81476 München,

4. Vereinigte IKK,

Meglingerstraße 7, 81477 München,

5. Funktioneller Landesverband der Landwirtschaftlichen

Krankenkassen und Pflegekassen in Bayern,

Neumarkter Straße 35, 81673 München,

6. Verband der Ersatzkassen e.V. - vdek,

Askanischer Platz 1, 10963 Berlin.

Der 6. Senat des Bundessozialgerichts hat auf die mündliche Verhandlung vom 23. März 2011 durch den Vorsitzenden Richter Prof. Dr. W e n n e r , den Richter Prof. Dr. C l e m e n s und die Richterin Dr. D ü r i n g sowie die ehrenamtlichen Richter Dr. S e e g e r s und Dr. H o b e r g

für Recht erkannt:

Tenor:

Die Revision des Klägers gegen das Urteil des Bayerischen Landessozialgerichts vom 25. November 2009 wird zurückgewiesen.

Der Kläger trägt die Kosten des Revisionsverfahrens mit Ausnahme der außergerichtlichen Kosten der Beigeladenen zu 3. und 4.

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