BSG, 23.03.2010 - B 8 SO 2/09 R - Anspruch auf Sozialhilfe; Berücksichtigung von Vermögen aus einer Rente der Stiftung "Hilfswerk für behinderte Kinder"; Kostenersatz durch Erben

Bundessozialgericht
Urt. v. 23.03.2010, Az.: B 8 SO 2/09 R
Gericht: BSG
Entscheidungsform: Urteil
Datum: 23.03.2010
Referenz: JurionRS 2010, 19588
Aktenzeichen: B 8 SO 2/09 R
 

Verfahrensgang:

vorgehend:

SG Detmold - 11.10.2005 - AZ: S 19 SO 90/05

LSG Nordrhein-Westfalen - 07.04.2008 - AZ: L 20 SO 6/05

Rechtsgrundlagen:

§ 88 BSHG

§ 92c Abs. 1 S. 1, 2 BSHG

§ 92c Abs. 2 BSHG

§ 92c Abs. 3 Nr. 3 BSHG

§ 2 HiWerkBehKG

§ 13 HiWerkBehKG

§ 14 Abs. 5 S. 2 HiWerkBehKG

§ 21 Abs. 2 S. 1 HiWerkBehKG

§ 22 HiWerkBehKG

§ 102 SGB XII

§ 90 SGB XII

Fundstellen:

FamRZ 2010, 1660

info also 2010, 234-235

KrV 2010, 123

NVwZ 2010, 7 (Pressemitteilung)

NVwZ-RR 2010, 892-895

SGb 2010, 350

ZEV 2010, 585

Amtlicher Leitsatz:

Zur Frage, wann die Inanspruchnahme der Eltern eines contergangeschädigten Kindes als Erben für die Kosten der Sozialhilfe eine besondere Härte bedeutet.

in dem Rechtsstreit

Az: B 8 SO 2/09 R

L 20 SO 6/05 und L 20 SO 10/05 (LSG Nordrhein-Westfalen)

S 19 SO 90/05 und S 6 SO 83/05 (SG Detmold)

1. ................. ,

2. ................. ,

Kläger und Revisionskläger,

Prozessbevollmächtigte zu 1 und 2: .........................................,

gegen

Landrat des Kreises Lippe,

Felix-Fechenbach-Straße 5, 32756 Detmold,

Beklagter und Revisionsbeklagter.

Der 8. Senat des Bundessozialgerichts hat auf die mündliche Verhandlung vom 23. März 2010 durch den Vorsitzenden Richter E i c h e r , die Richter Dr. K o l o c z e k und C o s e r i u sowie die ehrenamtlichen Richter Walter und S i m o n

für Recht erkannt:

Tenor:

Auf die Revisionen der Kläger werden die Urteile des Landessozialgerichts Nordrhein-Westfalen vom 7.4.2008 aufgehoben. Die Sache wird zur erneuten Verhandlung und Entscheidung an dieses Gericht zurückverwiesen.

Der Streitwert für das Revisionsverfahren ab Verbindung mit dem Verfahren B 8 SO 1/09 R wird auf 56 740,84 Euro festgesetzt. Die Streitwerte der Revisionsverfahren betragen bis zur Verbindung der Verfahren B 8 SO 1/09 R und B 8 SO 2/09 R jeweils 28 370,42 Euro.

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