BSG, 21.12.2009 - B 14 AS 83/08 R - Vergütung von Rechtsanwälten im sozialgerichtlichen Verfahren; Berücksichtigung einer Erhöhungsgebühr bei isoliertem Vorverfahren

Bundessozialgericht
Urt. v. 21.12.2009, Az.: B 14 AS 83/08 R
Gericht: BSG
Entscheidungsform: Urteil
Datum: 21.12.2009
Referenz: JurionRS 2009, 33755
Aktenzeichen: B 14 AS 83/08 R
 

Verfahrensgang:

vorgehend:

SG Freiburg - 24.04.2008 - AZ: S 13 AS 3783/07

LSG Baden-Württemberg - 22.10.2008 - AZ: L 3 AS 2648/08

Fundstellen:

AGS 2010, 373-377

Breith. 2010, 891-896

HRA 2010, 10-11

info also 2010, 136

JurBüro 2010, 525-526

NJW 2010, 3533-3535 "Erhöhungsgebühr"

NZS 2010, 586

RVGreport 2010, 258-259

SGb 2010, 351

zfs 2010, 463-465

Amtlicher Leitsatz:

In sozialrechtlichen Angelegenheiten erhöht sich der Schwellenwert für die Geschäftsgebühr, wenn der Rechtsanwalt in derselben Sache für mehrere Auftraggeber tätig wird.

in dem Rechtsstreit

Az: B 14 AS 83/08 R

L 3 AS 2648/08 (LSG Baden-Württemberg)

S 13 AS 3783/07 (SG Freiburg)

1. ......................................................................... ,

2. ......................................................................... ,

Kläger und Revisionskläger,

Prozessbevollmächtigte zu 1. und 2.: ............................................,

gegen

Arbeitsgemeinschaft Freiburg, vertreten durch den Geschäftsführer, Lehener Straße 77, 79106 Freiburg,

Beklagte und Revisionsbeklagte.

Der 14. Senat des Bundessozialgerichts hat ohne mündliche Verhandlung am 21. Dezember 2009 durch den Vorsitzenden Richter Prof. Dr. U d s c h i n g , die Richterinnen Dr. D ü r i n g und K r a u ß sowie den ehrenamtlichen Richter Kovar und die ehrenamtliche Richterin G e p p e r t

für Recht erkannt:

Tenor:

Auf die Revision der Kläger werden die Urteile des Sozialgerichts Freiburg vom 24. April 2008 und des Landessozialgerichts Baden-Württemberg vom 22. Oktober 2008 aufgehoben. Die Beklagte wird unter Änderung ihres Bescheides vom 11. Juni 2007 in der Gestalt des Widerspruchsbescheides vom 3. Juli 2007 verurteilt, den Klägern weitere Kosten für die Zuziehung eines Bevollmächtigten im Widerspruchsverfahren in Höhe von 75,72 Euro zu zahlen.

Die Beklagte trägt die außergerichtlichen Kosten der Kläger für den gesamten Rechtszug.

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