BSG, 19.11.2009 - B 13 R 113/08 R - Anspruch auf Witwenrente; Vergleichsberechnung auf der Grundlage der letzten 20 Versicherungsjahre für eine nach dem AAÜG überführte Rente; Anwendbarkeit der Rechtsprechung des BVerfG

Bundessozialgericht
Urt. v. 19.11.2009, Az.: B 13 R 113/08 R
Gericht: BSG
Entscheidungsform: Urteil
Datum: 19.11.2009
Referenz: JurionRS 2009, 33159
Aktenzeichen: B 13 R 113/08 R
 

Verfahrensgang:

vorgehend:

LSG Sachsen-Anhalt - 18.06.2008 - AZ: L 1 R 45/06

SG Magdeburg - 15.12.2005 - AZ: S 18 RA 492/02

Fundstellen:

Breith. 2010, 846-851

SGb 2010, 27-28 (Pressemitteilung)

SGb 2010, 602-605

Amtlicher Leitsatz:

Die Witwe eines vor dem 28.4.1999 verstorbenen Bestandsrentners, dessen Rentenbescheid bestandskräftig war, hat ab 1.5.1999 Anspruch auf eine Neufeststellung ihrer Hinterbliebenenrente auf der Grundlage einer Vergleichsrentenberechnung, wenn ihre Witwenrente auf dem vom Bundesverfassungsgericht für gleichheitswidrig erachteten § 307b SGB VI aF beruht.

in dem Rechtsstreit

Az: B 13 R 113/08 R

L 1 R 45/06 (LSG Sachsen-Anhalt)

S 18 RA 492/02 (SG Magdeburg)

..........................,

Klägerin und Revisionsbeklagte,

Prozessbevollmächtigte: .........................,

gegen

Deutsche Rentenversicherung Bund,

Ruhrstraße 2, 10709 Berlin,

Beklagte und Revisionsklägerin.

Der 13. Senat des Bundessozialgerichts hat auf die mündliche Verhandlung vom 19. November 2009 durch den Vorsitzenden Richter Dr. S t e i n w e d e l , die Richter G a s s e r und K a l t e n s t e i n sowie die ehrenamtlichen Richter Dr. S c h n e i d e r und W e n i g e r

für Recht erkannt:

Tenor:

Auf die Revision der Beklagten wird das Urteil des Landessozialgerichts Sachsen-Anhalt vom 18. Juni 2008 geändert. Das Urteil des Sozialgerichts Magdeburg vom 15. Dezember 2005 wird aufgehoben und der Bescheid der Beklagten vom 19. Februar 2002 in Gestalt des Widerspruchsbescheids vom 29. August 2002 geändert. Die Beklagte wird verurteilt, der Klägerin ab 1. Mai 1999 Witwenrente unter Zugrundelegung von 87,3000 persönlichen Entgeltpunkten (Ost) zu zahlen; die weitergehende Berufung der Klägerin wird zurückgewiesen. Im Übrigen wird die Revision der Beklagten zurückgewiesen.

Die Beklagte hat drei Viertel der außergerichtlichen Kosten der Klägerin in allen Rechtszügen zu tragen.

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