BSG, 18.02.2010 - B 4 AS 29/09 R - Anspruch auf Arbeitslosengeld II; Leistungen für einen Mehrbedarf wegen eines anerkannten GdB von 60 sowie einer erheblichen Gehbehinderung

Bundessozialgericht
Urt. v. 18.02.2010, Az.: B 4 AS 29/09 R
Gericht: BSG
Entscheidungsform: Urteil
Datum: 18.02.2010
Referenz: JurionRS 2010, 12689
Aktenzeichen: B 4 AS 29/09 R
 

Verfahrensgang:

vorgehend:

SG Düsseldorf - 04.09.2008 - AZ: S 43 (35) AS 15/06

LSG Nordrhein-Westfalen - 12.03.2009 - AZ: L 7 AS 102/08

Fundstellen:

BSGE 105, 279 - 291

info also 2010, 137

NZS 2010, 12-13

SGb 2010, 224

SRA 2010, 115-120

ZfSH/SGB 2010, 289-295

Amtlicher Leitsatz:

Ist in einem laufenden, noch nicht abgeschlossenen Verfahren ein von der Regelleistung nicht gedeckter unabweisbarer, laufender, nicht nur einmaliger besonderer Bedarf iS des Urteils des BVerfG vom 9.2.2010 (1 BvL 1/09, 3/09, 4/09 = BGBl I 2010, 193 = NJW 2010, 505) gegeben, so sind auch für Zeiträume vor der Entscheidung des BVerfG Leistungen zur Deckung dieses Bedarfs aus Art. 1 Abs. 1 iVm Art. 20 Abs. 1 GG vom Grundsicherungsträger zu erbringen.

in dem Rechtsstreit

Az: B 4 AS 29/09 R

L 7 AS 102/08 (LSG Nordrhein-Westfalen)

S 43 (35) AS 15/06 (SG Düsseldorf)

............................................... ,

Klägerin und Revisionsklägerin,

Prozessbevollmächtigter: .........................................,

gegen

ARGE Düsseldorf,

Willi-Becker-Allee 6-8, 40227 Düsseldorf,

vertreten durch die Landeshauptstadt Düsseldorf - Rechtsamt - Rathausufer 8, 40213 Düsseldorf,

Beklagte und Revisionsbeklagte.

Der 4. Senat des Bundessozialgerichts hat auf die mündliche Verhandlung vom 18. Februar 2010 durch den Vorsitzenden Richter Dr. V o e l z k e sowie die Richterinnen S. K n i c k r e h m und B e h r e n d sowie die ehrenamtliche Richterin G o v o r u s i c und den ehrenamtlichen Richter L i s c h k a

für Recht erkannt:

Tenor:

Auf die Revision der Klägerin wird das Urteil des Landessozialgerichts Nordrhein-Westfalen vom 12. März 2009 aufgehoben und der Rechtsstreit zur erneuten Verhandlung und Entscheidung an das Landessozialgericht zurückverwiesen.

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