BSG, 17.06.2010 - B 3 KR 7/09 R - Anspruch auf häusliche Krankenpflege aus der gesetzlichen Krankenversicherung bei einem Schwerstpflegebedürftigen; Verdrängung der Sachleistungspflicht durch Maßnahmen der Grundpflege und der hauswirtschaftlichen Versorgung

Bundessozialgericht
Urt. v. 17.06.2010, Az.: B 3 KR 7/09 R
Gericht: BSG
Entscheidungsform: Urteil
Datum: 17.06.2010
Referenz: JurionRS 2010, 25184
Aktenzeichen: B 3 KR 7/09 R
 

Verfahrensgang:

vorgehend:

SG Ulm - 28.08.2007 - AZ: S 1 KR 3988/06

LSG Baden-Württemberg - 15.05.2009 - AZ: L 4 KR 4793/07

Fundstellen:

BSGE 106, 173 - 185

DB 2011, 16

NZS 2011, 286

SGb 2011, 527-533

SGb 2010, 474

SGb 2011, 144-145

SRA 2011, 31-36

Amtlicher Leitsatz:

Zur Kostenverteilung zwischen Krankenkasse und Pflegekasse bei einer rund um die Uhr erforderlichen häuslichen Krankenpflege nach § 37 Abs 2 SGB 5, wenn die Pflegekraft zugleich die Grundpflege (§ 36 SGB 11) durchführt und sämtliche Leistungen nach einem einheitlichen Stundensatz abgerechnet werden (Aufgabe von BSG vom 28.1.1999 - B 3 KR 4/98 R = BSGE 83, 254 = SozR 3-2500 § 37 Nr 1 für die Zeit ab 1.1.2004).

in dem Rechtsstreit

Az: B 3 KR 7/09 R

L 4 KR 4793/07 (LSG Baden-Württemberg)

S 1 KR 3988/06 (SG Ulm)

................................................. ,

Kläger und Revisionsbeklagter,

Prozessbevollmächtigte: .......................................... ,

gegen

AOK Baden-Württemberg - Die Gesundheitskasse,

Heilbronner Straße 184, 70191 Stuttgart,

Beklagte und Revisionsklägerin,

beigeladen:

Pflegekasse bei der AOK Baden-Württemberg,

Heilbronner Straße 184, 70191 Stuttgart.

Der 3. Senat des Bundessozialgerichts hat auf die mündliche Verhandlung vom 17. Juni 2010 durch den Vorsitzenden Richter Dr. H a m b ü c h e n , die Richter S c h r i e v e r und Dr. S c h ü t z e sowie die ehrenamtliche Richterin D ö r r und den ehrenamtlichen Richter B u s c h

für Recht erkannt:

Tenor:

Auf die Revision der Beklagten wird das Urteil des Landessozialgerichts Baden-Württemberg vom 15. Mai 2009 aufgehoben und der Rechtsstreit zur erneuten Verhandlung und Entscheidung an das Landessozialgericht zurückverwiesen.

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