BSG, 16.12.2010 - B 8 SO 9/09 R - Die Nichtübernahme der Mehrbedarfsregelung des § 23 Abs 1 S 2 BSHG in das am 1.1.2005 in Kraft getretene SGB VII durch den Gesetzgeber ist verfassungsrechtlich nicht zu beanstanden; Nichtübernahme der Mehrbedarfsregelung des § 23 Abs 1 S 2 BSHG in das am 1.1.2005 in Kraft getretene SGB VII durch den Gesetzgeber; Zulässigkeit des Wegfalls des Mehrbedarfs für ältere erwerbsgeminderte Personen im Rahmen einer Besitzstandswahrung ab 1.1.2005

Bundessozialgericht
Urt. v. 16.12.2010, Az.: B 8 SO 9/09 R
Gericht: BSG
Entscheidungsform: Urteil
Datum: 16.12.2010
Referenz: JurionRS 2010, 35726
Aktenzeichen: B 8 SO 9/09 R
 

Verfahrensgang:

vorgehend:

SG München - 22.06.2006 - AZ: S 52 SO 12/06

LSG Bayern - 25.01.2008 - AZ: L 8 SO 56/06

Rechtsgrundlagen:

§ 23 Abs. 1 S. 2 BSHG

Art. 3 Abs. 1 GG

§ 3 Abs. 1 Nr. 4 GSiG

§ 28 SGB XII

§ 30 Abs. 1 Nr. 2 SGB XII

Fundstellen:

Breith. 2011, 765-769

info also 2011, 186

SGb 2011, 93

SGb 2012, 155-157

Amtlicher Leitsatz:

Es ist verfassungsrechtlich nicht zu beanstanden, dass der Gesetzgeber die Mehrbedarfsregelung des § 23 Abs 1 S 2 BSHG in das am 1.1.2005 in Kraft getretene SGB 12 nicht übernommen hat.

in dem Rechtsstreit

Az: B 8 SO 9/09 R

L 8 SO 56/06 (Bayerisches LSG)

S 52 SO 12/06 (SG München)

.......................................,

Kläger und Revisionskläger,

Prozessbevollmächtigte: ....................................,

gegen

Landkreis Bad Tölz,

Bahnhofsplatz 1, 83646 Bad Tölz,

Beklagter und Revisionsbeklagter,

Prozessbevollmächtigte: ..............................................

Der 8. Senat des Bundessozialgerichts hat auf die mündliche Verhandlung vom 16. Dezember 2010 durch den Vorsitzenden Richter E i c h e r , die Richter Dr. F i c h t e und C o s e r i u sowie die ehrenamtliche Richterin K l e i n und den ehrenamtlichen Richter L ü b k i n g

für Recht erkannt:

Tenor:

Auf die Revision des Klägers wird das Urteil des Bayerischen Landessozialgerichts vom 25. Januar 2008 aufgehoben, soweit ein höherer Regelsatz bzw ein Mehrbedarf für die Zeit vom 1. Juli 2005 bis 30. Juni 2006 abgelehnt worden ist; insoweit wird die Sache zur erneuten Verhandlung und Entscheidung an dieses Gericht zurückverwiesen.

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