BSG, 16.03.2010 - B 2 U 2/09 R - Aufhebung der Festsetzung einer Verletztenrente aus der gesetzlichen Unfallversicherung bei wesentlicher Änderung

Bundessozialgericht
Urt. v. 16.03.2010, Az.: B 2 U 2/09 R
Gericht: BSG
Entscheidungsform: Urteil
Datum: 16.03.2010
Referenz: JurionRS 2010, 18173
Aktenzeichen: B 2 U 2/09 R
 

Verfahrensgang:

vorgehend:

SG Halle - 12.10.2005 - AZ: S 11 U 71/04

LSG Sachsen-Anhalt - 21.08.2008 - AZ: L 6 U 149/05

Fundstellen:

BSGE 106, 43 - 48

Breith. 2010, 1036-1040

DB 2010, 17-18 (Pressemitteilung)

SGb 2010, 282-283

SGb 2010, 669-671

Amtlicher Leitsatz:

Die in § 48 SGB 10 allgemein erteilte Ermächtigung zur Aufhebung von Verwaltungsakten ist nicht anwendbar, wenn und solange es speziell um die Änderung, Aufhebung oder Ersetzung von "vorläufigen" Feststellungen eines Rentenanspruchs in der gesetzlichen Unfallversicherung bis zum Ablauf von drei Jahren nach dem Versicherungsfall geht.

in dem Rechtsstreit

Az: B 2 U 2/09 R

L 6 U 149/05 (LSG Sachsen-Anhalt)

S 11 U 71/04 (SG Halle)

....................,

Klägerin und Revisionsklägerin,

Prozessbevollmächtigte: ................................,

gegen

Unfallkasse Sachsen-Anhalt,

vertreten durch den Geschäftsführer ................................,

Käsperstraße 31, 39261 Zerbst,

Beklagte und Revisionsbeklagte,

Prozessbevollmächtigte: ..................................

Der 2. Senat des Bundessozialgerichts hat auf die mündliche Verhandlung vom 16. März 2010 durch den Vorsitzenden Richter Prof. Dr. M e y e r , den Richter Mutschler und den Richter H e i n z sowie die ehrenamtliche Richterinnen Haase und E n d e

für Recht erkannt:

Tenor:

Die Revision der Klägerin gegen das Urteil des Landessozialgerichts Sachsen-Anhalt vom 21. August 2008 wird zurückgewiesen.

Kosten sind nicht zu erstatten.

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