BSG, 16.02.2010 - B 2 U 318/09 B - Begründung einer Nichtzulassungsbeschwerde im sozialgerichtlichen Verfahren; Wiedereinsetzung in den vorigen Stand wegen Fristversäumnis; Sorgfaltspflichten des Rechtsanwalts bei plötzlicher Erkrankung

Bundessozialgericht
Beschl. v. 16.02.2010, Az.: B 2 U 318/09 B
Gericht: BSG
Entscheidungsform: Beschluss
Datum: 16.02.2010
Referenz: JurionRS 2010, 14721
Aktenzeichen: B 2 U 318/09 B
 

Verfahrensgang:

vorgehend:

LSG Baden-Württemberg - 20.10.2009 - AZ: L 9 U 4495/07

SG Stuttgart - AZ: S 1 U 6144/05

Amtlicher Leitsatz:

Insbesondere dann, wenn der Rechtsanwalt seine Kanzlei allein betreibt und nicht ständig über eingearbeitetes, zum selbstständigen Handeln befähigtes Kanzleipersonal verfügt, hat er zur Wahrung laufender Fristen rechtzeitig Vorsorge für den Fall einer plötzlichen Arbeitsunfähigkeit treffen.

in dem Rechtsstreit

Az: B 2 U 318/09 B

L 9 U 4495/07 (LSG Baden-Württemberg)

S 1 U 6144/05 (SG Stuttgart)

..................................,

Klägerin und Beschwerdeführerin,

Prozessbevollmächtigte: ...............................................,

g e g e n

Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege,

Pappelallee 35/37, 22089 Hamburg,

Beklagte und Beschwerdegegnerin.

Der 2. Senat des Bundessozialgerichts hat am 16. Februar 2010 durch den Vorsitzenden Richter Prof. Dr. Meyer sowie die Richter Dr. Becker und Mutschler

beschlossen:

Tenor:

Der Antrag auf Wiedereinsetzung in die Frist zur Einlegung der Beschwerde gegen die Nichtzulassung der Revision im Urteil des Landessozialgerichts Baden-Württemberg vom 20. Oktober 2009 wird abgelehnt.

Die Beschwerde der Klägerin gegen die Nichtzulassung der Revision im oben genannten Urteil des Landessozialgerichts Baden-Württemberg wird als unzulässig verworfen.

Kosten sind nicht zu erstatten.

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