BSG, 15.06.2010 - B 5 RS 2/09 R - Fiktiver Anspruch auf Versorgungszusage am 1.8.1991 zur Zugehörigkeit zur zusätzlichen Altersversorgung der technischen Intelligenz

Bundessozialgericht
Urt. v. 15.06.2010, Az.: B 5 RS 2/09 R
Gericht: BSG
Entscheidungsform: Urteil
Datum: 15.06.2010
Referenz: JurionRS 2010, 43755
Aktenzeichen: B 5 RS 2/09 R
 

Verfahrensgang:

vorgehend:

LSG Baden-Württemberg - 19.05.2009 - AZ: L 11 R 2534/06

SG Mannheim - 25.04.2006 - AZ: S 9 R 3558/05

Rechtsgrundlagen:

§ 1 AAÜG

§ 8 AAÜG

Anlage II Kap VIII H III Nr. 9 EinigVtr

Art. 9 EinigVtr

Art. 17 EinigVtr

Art. 19 EinigVtr

Art. 3 Abs. 1 GG

§§ 1ff. GmbHG

§ 22 RAnglG

§ 1 TreuhG

§ 11 TreuhG

Fundstelle:

SGb 2011, 148-149

Redaktioneller Leitsatz:

1. Ansprüche und Anwartschaften aus Zusatzversorgungssystemen der ehemaligen DDR können auch dann als durch "Zugehörigkeit" erworben angesehen werden, wenn nach der bei Inkrafttreten des AAÜG am 1.8.1991 gegebenen bundesrechtlichen Rechtslage ein "Anspruch auf Versorgungszusage" bestanden hätte.

2. Gesetzgebung und Rechtsprechung durften ohne Verstoß gegen Art. 3 Abs. 1 GG grundsätzlich an die im Zeitpunkt der Wiedervereinigung vorgefundene Ausgestaltung der Versorgungssysteme der DDR anknüpfen und waren nicht etwa gehalten, sich hieraus ergebende Ungleichheiten zu Lasten der heutigen Steuer- und Beitragszahler zu kompensieren. [Nicht amtlich veröffentlichte Entscheidung]

in dem Rechtsstreit

Az: B 5 RS 2/09 R

L 11 R 2534/06 (LSG Baden-Württemberg)

S 9 R 3558/05 (SG Mannheim)

.........................,

Kläger und Revisionskläger,

Prozessbevollmächtigte: .............................................,

gegen

Deutsche Rentenversicherung Bund

- Versorgungsträger für die Zusatzversorgungssysteme -,

Hirschberger Straße 4, 10317 Berlin,

Beklagte und Revisionsbeklagte.

Der 5. Senat des Bundessozialgerichts hat auf die mündliche Verhandlung vom 15. Juni 2010 durch den Richter Dr. B e r c h t o l d - Vorsitzender -, die Richterin Dr. G ü n n i k e r und den Richter K a r m a n s k i sowie den ehrenamtlichen Richter Kovar und die ehrenamtliche Richterin S a c h s e

für Recht erkannt:

Tenor:

Auf die Revision des Klägers wird das Urteil des Landessozialgerichts Baden-Württemberg vom 19. Mai 2009 aufgehoben.

Die Sache wird zur erneuten Verhandlung und Entscheidung an das Landessozialgericht zurückverwiesen.

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