BSG, 12.01.2010 - B 2 U 5/08 R - Anspruch auf Hinterbliebenenrente in der gesetzlichen Unfallversicherung; Voraussetzungen für die Anerkennung einer Berufskrankheit nach Nr. 1103 und Nr. 4109 der Anlage zur Berufskrankheitsversicherung (BKV)

Bundessozialgericht
Urt. v. 12.01.2010, Az.: B 2 U 5/08 R
Gericht: BSG
Entscheidungsform: Urteil
Datum: 12.01.2010
Referenz: JurionRS 2010, 14718
Aktenzeichen: B 2 U 5/08 R
 

Verfahrensgang:

vorgehend:

SG Itzehoe - 24.02.2003 - AZ: S 4 U 71/01

LSG Schleswig-Holstein - 13.09.2007 - AZ: L 1 U 44/03

Fundstellen:

Breith. 2010, 933-940

NZS 2011, 35-39

NZS 2011, 288

SGb 2011, 147-148

SGb 2010, 155

Amtlicher Leitsatz:

Wirken auf einen Versicherten die Arbeitsstoffe mehrerer Listen-Berufskrankheiten ein, die im Zusammenwirken eine Krebserkrankung verursachen können (Synkanzerogenese), darf aus diesen Listen-Berufskrankheiten nicht eine neue Gesamt-Berufskrankheit gebildet werden; vielmehr ist zu prüfen, ob die Einwirkungen einer Listen-Berufskrankheit für das Entstehen der Erkrankung eine wesentliche Teilursache waren.

in dem Rechtsstreit

Az: B 2 U 5/08 R

L 1 U 44/03 (Schleswig-Holsteinisches LSG)

S 4 U 71/01 (SG Itzehoe)

................................,

Klägerin und Revisionsbeklagte,

Prozessbevollmächtigte: ......................,

gegen

Berufsgenossenschaft Metall Nord Süd,

vertreten durch den Hauptgeschäftsführer.............,

Wilhelm-Theodor-Römheld-Straße 15, 55130 Mainz,

Beklagte und Revisionsklägerin,

Prozessbevollmächtigte: ........................,

Berufsgenossenschaft Metall Nord Süd,

Wilhelm-Theodor-Römheld-Straße 15, 55130 Mainz.

Der 2. Senat des Bundessozialgerichts hat auf die mündliche Verhandlung vom 12. Januar 2010 durch den Richter Dr. B e c k e r als Vorsitzenden, die Richter Mutschler und H e i n z sowie die ehrenamtliche Richterin F a r l o c k und den ehrenamtlichen Richter S t e i n

für Recht erkannt:

Tenor:

Auf die Revision der Beklagten wird das Urteil des Schleswig-Holsteinischen Landessozialgerichts vom 13. September 2007 aufgehoben. Der Rechtsstreit wird zur erneuten Verhandlung und Entscheidung an dieses Gericht zurückverwiesen.

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