BSG, 09.11.2010 - B 2 U 14/10 R - Anspruch auf Feststellung eines Arbeitsunfalls in der gesetzlichen Unfallversicherung; Eigenwirtschaftlichkeit der Tätigkeit beim Abholen und Abstellen eines reparierten Motorrades

Bundessozialgericht
Urt. v. 09.11.2010, Az.: B 2 U 14/10 R
Gericht: BSG
Entscheidungsform: Urteil
Datum: 09.11.2010
Referenz: JurionRS 2010, 31331
Aktenzeichen: B 2 U 14/10 R
 

Verfahrensgang:

vorgehend:

LSG Nordrhein-Westfalen - 13.04.2010 - AZ: L 15 U 11/09

SG Dortmund - 02.12.2008 - AZ: S 36 U 20/08

Fundstellen:

Breith. 2011, 740-745

DB 2011, 15

FStBW 2011, 665-666

FStHe 2011, 671-672

GV/RP 2011, 630

NJW 2011, 10

NZS 2011, 5-6

NZS 2011, 784-786

NZV 2012, 274-276

RdW 2011, 346

SGb 2011, 35

SGb 2011, 583-586

Amtlicher Leitsatz:

Ein Versicherter verrichtet nach den objektiven Umständen nicht die versicherte Tätigkeit in der Verkehrsüberwachung, wenn er mit einem Motorrad von einer Werkstatt zu seiner Wohnung fährt, auch wenn er damit zugleich das Ziel verbindet, zum nächsten beruflichen Einsatzgebiet zu gelangen.

in dem Rechtsstreit

Az: B 2 U 14/10 R

L 15 U 11/09 (LSG Nordrhein-Westfalen)

S 36 U 20/08 (SG Dortmund)

.......................................,

Kläger und Revisionsbeklagter,

Prozessbevollmächtigte: .........................................,

gegen

Unfallkasse Nordrhein-Westfalen,

Heyestraße 99, 40625 Düsseldorf,

Beklagte und Revisionsklägerin,

Prozessbevollmächtigte: ......................................... .

Der 2. Senat des Bundessozialgerichts hat auf die mündliche Verhandlung vom 9. November 2010 durch den Vorsitzenden Richter Prof. Dr. M e y e r , die Richter M u t s c h l e r und H e i n z sowie den ehrenamtlichen Richter Dr. B u r d e n s k i und die ehrenamtliche Richterin T h e o b a l d

für Recht erkannt:

Tenor:

Auf die Revision der Beklagten wird das Urteil des Landessozialgerichts Nordrhein-Westfalen vom 13. April 2010 aufgehoben und die Berufung des Klägers gegen das Urteil des Sozialgerichts Dortmund vom 2. Dezember 2008 zurückgewiesen.

Außergerichtliche Kosten des Berufungs- und Revisionsverfahrens sind nicht zu erstatten.

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