BSG, 01.12.2009 - B 12 R 8/08 R - Anerkennung von Bußgeldern und Verwarngeldern eines Speditionsunternehmens als beitragspflichtiger Arbeitslohn

Bundessozialgericht
Urt. v. 01.12.2009, Az.: B 12 R 8/08 R
Gericht: BSG
Entscheidungsform: Urteil
Datum: 01.12.2009
Referenz: JurionRS 2009, 34314
Aktenzeichen: B 12 R 8/08 R
 

Verfahrensgang:

vorgehend:

SG Aachen - 30.11.2007 - AZ: S 8 R 55/07

SG Aachen - 03.12.2007 - AZ: S 8 R 55/07

LSG Nordrhein-Westfalen - 16.10.2008 - AZ: L 16 R 2/08

Rechtsgrundlagen:

§ 1 ArEV

§ 14 Abs. 1 S. 1 SGB IV

§ 17 SGB IV

Fundstellen:

BSGE 105, 66 - 70

AuA 2010, 479

BBK 2010, 9-10

DStR 2010, 1142

FA 2010, 288

LGP 2010, 2

NZA 2010, 933-934

NZS 2010, 685

RdW 2010, 287-288

SGb 2010, 78

Amtlicher Leitsatz:

Zahlt ein Arbeitgeber ein gegen seinen als Fahrer beschäftigten Arbeitnehmer im Ausland verhängtes Bußgeld, ist diese Zuwendung nicht beitragspflichtig, wenn die Zahlung überwiegend im eigenbetrieblichen Interesse des Arbeitgebers erfolgt.

in dem Rechtsstreit

Az: B 12 R 8/08 R

L 16 R 2/08 (LSG Nordrhein-Westfalen)

S 8 R 55/07 (SG Aachen)

................................,

Klägerin und Revisionsklägerin,

Prozessbevollmächtigter: ..........................................,

gegen

Deutsche Rentenversicherung Rheinland,

Königsallee 71, 40215 Düsseldorf,

Beklagte und Revisionsbeklagte,

beigeladen:

3. AOK Rheinland/Hamburg - Die Gesundheitskasse,

Kasernenstraße 61, 40213 Düsseldorf,

7. Bundesagentur für Arbeit,

Regensburger Straße 104, 90478 Nürnberg,

8. ..................................................................,

13. AOK Rheinland/Hamburg - Pflegekasse -,

Kasernenstraße 61, 40213 Düsseldorf.

Der 12. Senat des Bundessozialgerichts hat auf die mündliche Verhandlung vom 1. Dezember 2009 durch den Vorsitzenden Richter B a l z e r , den Richter Dr. B e r c h t o l d und die Richterin H ü t t m a n n - S t o l l sowie die ehrenamtliche Richterin B e r n d t und den ehrenamtlichen Richter L i s c h k a

für Recht erkannt:

Tenor:

Auf die Revision der Klägerin wird das Urteil des Landessozialgerichts Nordrhein-Westfalen vom 16. Oktober 2008 aufgehoben. Die Berufung der Beklagten gegen das Urteil des Sozialgerichts Aachen vom 30. November 2007 wird zurückgewiesen.

Die Beklagte trägt auch die Kosten des Berufungs- und Revisionsverfahrens mit Ausnahme der Kosten der Beigeladenen.

Der Streitwert für das Revisionsverfahren wird auf 305,25 Euro festgesetzt.

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