BSG, 01.07.2010 - B 11 AL 1/09 R - Anspruch auf Rückzahlung eines Lohnkostenzuschusses; Aufhebung einer Bewilligung nach Kündigung

Bundessozialgericht
Urt. v. 01.07.2010, Az.: B 11 AL 1/09 R
Gericht: BSG
Entscheidungsform: Urteil
Datum: 01.07.2010
Referenz: JurionRS 2010, 26463
Aktenzeichen: B 11 AL 1/09 R
 

Verfahrensgang:

vorgehend:

LSG Rheinland-Pfalz - 30.10.2008 - AZ: L 1 AL 91/07

SG Mainz - 26.07.2007 - AZ: S 10 AL 328/04

Rechtsgrundlagen:

§ 368 Abs. 2 S. 2 SGB III

§ 370 Abs. 2 S. 2 SGB III

Art. 1 Abs. 3 SPR (1999)

Fundstellen:

Breith. 2011, 378-384

NZA-RR 2011, 383-385

NZS 2011, 291

NZS 2011, 438

SGb 2010, 530 (Pressemitteilung)

SGb 2011, 150

Amtlicher Leitsatz:

1. Die Sofortprogramm-Richtlinien ([...]: SPR 1999) haben als Bestandteil einer Verwaltungsvereinbarung zwischen der Bundesregierung und der BA ([...]: VVBA-SPR) normativen Charakter im Rahmen eines öffentlich-rechtlichen Vertrags zugunsten Dritter (Anschluss an BSG vom 5.9.2006 - B 7a AL 62/05 R = SozR 4-4300 § 22 Nr 1).

2. Bei einer Verlängerung befristeter Arbeitsmarktprogramme ist der Rechtsnormcharakter der Programmrichtlinien nicht davon abhängig, dass eine erneute Verwaltungsvereinbarung getroffen wird (Aufgabe von BSG vom 26.3.1998 - B 11 AL 37/96 R = SozR 3-4100 § 3 Nr 2).

in dem Rechtsstreit

Az: B 11 AL 1/09 R

L 1 AL 91/07 (LSG Rheinland-Pfalz)

S 10 AL 328/04 (SG Mainz)

................................................................................,

Klägerin und Revisionsklägerin,

Prozessbevollmächtigte: .................................................,

gegen

Bundesagentur für Arbeit,

Regensburger Straße 104, 90478 Nürnberg,

Beklagte und Revisionsbeklagte.

Der 11. Senat des Bundessozialgerichts hat auf die mündliche Verhandlung vom 1. Juli 2010 durch die Vizepräsidentin Dr. W e t z e l - S t e i n w e d e l , den Richter Dr. L e i t h e r e r und die Richterin Dr. R o o s sowie die ehrenamtlichen Richterinnen S e t z und H a a s e

für Recht erkannt:

Tenor:

Die Revision der Klägerin gegen das Urteil des Landessozialgerichts Rheinland-Pfalz vom 30. Oktober 2008 wird zurückgewiesen.

Kosten sind auch für das Revisionsverfahren nicht zu erstatten.

Diese Artikel im Bereich Arbeit und Betrieb könnten Sie interessieren

Krankheitsbedingte Kündigung ohne betriebliches Eingliederungsmanagement

Krankheitsbedingte Kündigung ohne betriebliches Eingliederungsmanagement

Immer wieder werden Arbeitsvertragsparteien vor folgenden Sachverhalt gestellt: der lange erkrankte, zwischenzeitlich durchaus (auch mal wieder) arbeitende Arbeitnehmer wird mit der Begründung auf… mehr

LAG Nürnberg: Diskriminierung in Sozialplan bei Kinderzuschlag

LAG Nürnberg: Diskriminierung in Sozialplan bei Kinderzuschlag

Sozialpläne berücksichtigen insbesondere bei der Bemessung von Abfindungsleistungen regelmäßig, ob der Arbeitnehmer oder die Arbeitnehmerin unterhaltspflichtige Kinder hat. Dabei wird nicht selten -… mehr

Schadensersatz bei verspäteter Lohnzahlung

Schadensersatz bei verspäteter Lohnzahlung

"Da wird sich mancher Arbeitgeber doch die Augen reiben!" mehr