BSG, 01.03.2011 - B 1 KR 13/10 R - Anfechtbarkeit der Festsetzung eines Festbetrages für Arzneimittel mit dem Wirkstoff Atorvastatin durch die Spitzenverbände der Krankenkassen

Bundessozialgericht
Urt. v. 01.03.2011, Az.: B 1 KR 13/10 R
Gericht: BSG
Entscheidungsform: Urteil
Datum: 01.03.2011
Referenz: JurionRS 2011, 19337
Aktenzeichen: B 1 KR 13/10 R
 

Verfahrensgang:

vorgehend:

SG Berlin - 22.11.2005 - AZ: S 81 KR 3778/04

LSG Berlin-Brandenburg - 16.12.2009 - AZ: L 9 KR 8/08

LSG Berlin-Brandenburg - 24.02.2010 - AZ: L 9 KR 351/09

Redaktioneller Leitsatz:

Arzneimittelhersteller können eine Festbetragsfestsetzung wegen einer dem Willkürverbot widersprechenden, grundrechtlich maßgeblichen Wettbewerbsverfälschung anfechten. [Amtlich veröffentlichte Entscheidung]

in dem Rechtsstreit

Az: B 1 KR 13/10 R

L 9 KR 351/09 (LSG Berlin-Brandenburg)

S 81 KR 3778/04 (SG Berlin)

1. ..........................................................................................................,

2. ..........................................................................................................,

Klägerinnen und Revisionsklägerinnen,

Prozessbevollmächtigte zu 1. und 2.: ...........................................,

gegen

Spitzenverband Bund der Krankenkassen,

Mittelstraße 51, 10117 Berlin,

Beklagter und Revisionsbeklagter,

beigeladen:

1. Gemeinsamer Bundesausschuss,

Wegelystraße 8, 10623 Berlin,

2. Bundesrepublik Deutschland,

vertreten durch Bundesministerium für Gesundheit

Rochusstraße 1, 53123 Bonn

3. AOK Bundesverband GbR,

Rosenthaler Straße 31, 10178 Berlin,

4. BKK Bundesverband GbR,

Kronprinzenstraße 6, 45128 Essen,

5. IKK Bundesverband GbR,

Friedrich-Ebert-Straße, 51429 Bergisch Gladbach,

6. Spitzenverband der landwirtschaftlichen Sozialversicherung,

Weißensteinstraße 70-72, 34131 Kassel,

7. Deutsche Rentenversicherung Knappschaft-Bahn-See

als Trägerin der Kranken- und Pflegeversicherung,

Pieperstraße 14-28, 44789 Bochum,

8. Verband der Ersatzkassen e.V. - vdek,

Askanischer Platz 1, 10963 Berlin.

Der 1. Senat des Bundessozialgerichts hat auf die mündliche Verhandlung vom 1. März 2011 durch den Präsidenten M a s u c h , den Richter Dr. H a u c k und die Richterin Dr. R o o s sowie die ehrenamtliche Richterin B e r n d t und den ehrenamtlichen Richter R e i n e w a r d t

für Recht erkannt:

Tenor:

Die Revision der Klägerinnen gegen das Urteil des Landessozialgerichts Berlin-Brandenburg vom 24. Februar 2010 wird zurückgewiesen.

Die Klägerinnen tragen auch die Kosten des Revisionsverfahrens mit Ausnahme der außergerichtlichen Kosten der Beigeladenen zu 2. bis 8.

Der Streitwert wird für das Revisionsverfahren auf 2 500 000 Euro festgesetzt.

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