BGH, 31.03.2011 - III ZB 34/10 - Vergewisserung eines Rechtsanwalts über seine Einzelanweisung bei Aufdrängung einer konkreten Gefahr

Bundesgerichtshof
Beschl. v. 31.03.2011, Az.: III ZB 34/10
Gericht: BGH
Entscheidungsform: Beschluss
Datum: 31.03.2011
Referenz: JurionRS 2011, 13732
Aktenzeichen: III ZB 34/10
 

Verfahrensgang:

vorgehend:

LG München I - 10.02.2010 - AZ: 15 O 2199/07

LG München I - 10.02.2010 - AZ: 15 O 2199/07

OLG München - 26.04.2010 - AZ: 15 U 2420/10

BGH - 24.02.2011 - AZ: III ZB 34/10

Rechtsgrundlage:

§ 85 Abs. 2 ZPO

Redaktioneller Leitsatz:

Eine nachfolgende Kontrolle eines Rechtsanwalts im Allgemeinen erforderlich, wenn nach den
konkreten Fallumständen Anlass für Misstrauen oder besondere Vorsichtsmaßnahmen besteht, zum Beispiel dann, wenn sich dem Rechtsanwalt die konkrete Gefahr aufdrängt oder aufdrängen muss, dass entgegen seiner Anweisung die Berufungsfrist nicht eingetragen und somit letztlich nicht gewahrt werden könnte.

Der III. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs hat
am 31. März 2011
durch den Vizepräsidenten Schlick und
die Richter Dörr, Wöstmann, Seiters und Tombrink
beschlossen:

Tenor:

Die Anhörungsrüge des Klägers gegen den Beschluss des Senats vom 24. Februar 2011 wird zurückgewiesen.

Der Kläger hat die Kosten des Rügeverfahrens zu tragen.

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