BGH, 30.06.2011 - 4 StR 266/11 - Körperverletzung mittels eines Kraftfahrzeugs bei Zuziehung einer Körperverletzung durch Sturz auf den Asphalt

Bundesgerichtshof
Beschl. v. 30.06.2011, Az.: 4 StR 266/11
Gericht: BGH
Entscheidungsform: Beschluss
Datum: 30.06.2011
Referenz: JurionRS 2011, 20254
Aktenzeichen: 4 StR 266/11
 

Verfahrensgang:

vorgehend:

LG Bonn - 25.01.2011

Fundstelle:

VRA 2011, 173

Verfahrensgegenstand:

Schwerer Bandendiebstahl u. a.

Redaktioneller Leitsatz:

  1. 1.

    Zwar ist ein fahrendes Kraftfahrzeug, das zur Verletzung einer Person eingesetzt wird, ein gefährliches Werkzeug im Sinne des § 224 Abs. 1 Nr. 2 StGB.

  2. 2.

    Hat sich das Opfer aber die Verletzungen beim Sturz von dem Kraftfahrzeug auf die Straße zugezogen, ist der Körperverletzungserfolg nicht "mittels" des Kraftfahrzeugs eingetreten.

Der 4. Strafsenat des Bundesgerichtshofs hat
nach Anhörung des Generalbundesanwalts und des Beschwerdeführers
am 30. Juni 2011
gemäß § 349 Abs. 2 und 4 StPO
beschlossen:

Tenor:

  1. 1.

    Auf die Revision des Angeklagten wird das Urteil des Landgerichts Bonn vom 25. Januar 2011

    1. a)

      im Schuldspruch dahin geändert, dass der Angeklagte im Fall II. 2 der Urteilsgründe der tateinheitlich begangenen vorsätzlichen Körperverletzung schuldig ist,

    2. b)

      in den Aussprüchen über die im Fall II. 2 der Urteilsgründe verhängte Einzelstrafe und die Gesamtstrafe aufgehoben.

  1. 2.

    Im Umfang der Aufhebung wird die Sache zu neuer Verhandlung und Entscheidung, auch über die Kosten des Rechtsmittels, an eine andere Strafkammer des Landgerichts zurückverwiesen.

  2. 3.

    Die weiter gehende Revision wird verworfen.

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