BGH, 29.03.2011 - VI ZR 111/10 - Begründung der internationalen Zuständigkeit deutscher Gerichte zur Entscheidung über Klagen wegen Persönlichkeitsbeeinträchtigungen durch im Internet abrufbare Veröffentlichungen; Kein deutlicher Inlandsbezug bei ganz überwiegender Adressaten im Ausland von in fremder Sprache und Schrift gehaltenen Berichten über Vorkommnisse im Ausland

Bundesgerichtshof
Urt. v. 29.03.2011, Az.: VI ZR 111/10
Gericht: BGH
Entscheidungsform: Urteil
Datum: 29.03.2011
Referenz: JurionRS 2011, 14681
Aktenzeichen: VI ZR 111/10
 

Verfahrensgang:

vorgehend:

LG Köln - 26.08.2009 - AZ: 28 O 478/08

OLG Köln - 30.03.2010 - AZ: 15 U 148/09

Rechtsgrundlage:

§ 32 ZPO

Fundstellen:

AfP 2011, 265-267

CR 2011, 459-461

EuLF 2011, 141-142

GRUR 2011, 558-560 "www.womanineurope.com"

GRUR int 2011, 644-646

GRUR-Prax 2011, 253

GuT 2011, 192

IIC 2012, 362-366

ITRB 2011, 149

ITRB 2011, 97 (Pressemitteilung)

K&R 2011, 405-407

MDR 2011, 8

MDR 2011, 812-813

Mitt. 2011, 386 "Internationale Zuständigkeit deutscher Gerichte"

MMR 2011, 490-491

NJ 2011, 383-384

NJW 2011, 52

NJW 2011, 8 ""Sieben Tage in Moskau""

NJW 2011, 2059-2061 ""Sieben Tage in Moskau""

RIW/AWD 2011, 634-636

VersR 2011, 900-902

WRP 2011, 898-900 ""Sieben Tage in Moskau, Der dritte Tag""

ZAP 2011, 667

ZAP EN-Nr. 428/2011

ZIP 2011, 5

ZUM 2011, 553-555

Amtlicher Leitsatz:

ZPO § 32

Die internationale Zuständigkeit deutscher Gerichte zur Entscheidung über Klagen wegen Persönlichkeitsbeeinträchtigungen durch im Internet abrufbare Veröffentlichungen wird nicht schon dadurch begründet, dass der Betroffene an seinem Wohnsitz im Inland die Äußerungen abgerufen hat und diese vereinzelt Geschäftspartnern bekannt geworden sind. Richten sich die in fremder Sprache und Schrift gehaltenen Berichte über Vorkommnisse im Ausland ganz überwiegend an Adressaten im Ausland, ist der für die internationale gerichtliche Zuständigkeit maßgebliche deutliche Inlandsbezug nicht gegeben (im Anschluss an das Senatsurteil BGHZ 184, 313 The New York Times).

Der VI. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs hat
auf die mündliche Verhandlung vom 29. März 2011
durch
den Vorsitzenden Richter Galke,
die Richter Zoll und Wellner,
die Richterin Diederichsen und
den Richter Stöhr
für Recht erkannt:

Tenor:

Die Revision gegen das Urteil des 15. Zivilsenats des Oberlandesgerichts Köln vom 30. März 2010 wird auf Kosten des Klägers zurückgewiesen.

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