BGH, 28.10.2010 - Xa ZR 46/10 - Einstandspflicht eines Reiseveranstalters für dritte Leistungserbringer bei einem gemeinsamen Angebot einer Flugpauschalreise mit einer Bahnreise zum Flughafen ("Rail & Fly Ticket"); Rückzahlung von Zusatzkosten und Mehraufwendungen wegen eines verpassten Fluges für die geänderte Anreise zum Reiseziel; Umbuchung auf einen anderen Flug als Darstellung einer Abhilfemaßnahme

Bundesgerichtshof
Urt. v. 28.10.2010, Az.: Xa ZR 46/10
Gericht: BGH
Entscheidungsform: Urteil
Datum: 28.10.2010
Referenz: JurionRS 2010, 28753
Aktenzeichen: Xa ZR 46/10
 

Verfahrensgang:

vorgehend:

AG Frankfurt am Main - 28.09.2009 - AZ: 29 C 2763/08

LG Frankfurt am Main - 04.03.2010 - AZ: 2-24 S 211/09

Fundstellen:

DAR 2011, 82-84

Life&Law 2011, 145-150

MDR 2011, 17-18

NJW 2011, 10

NJW 2011, 371-373

RdW 2011, 117-118

RRa 2011, 20-23

RÜ 2011, 85-88

TranspR 2011, 204-207

VersR 2011, 1068-1070

VRR 2011, 84

VRR 2011, 104-105

VuR 2011, 228-229

ZGS 2011, 31-34

ZGS 2010, 535-536 (Pressemitteilung)

Amtlicher Leitsatz:

BGB § 651a Abs. 1, 2

Die Einstandspflicht eines Reiseveranstalters für dritte Leistungserbringer hängt auch bei dem gemeinsamen Angebot einer Flugpauschalreise mit einer Bahnanreise zum Flughafen ("Rail & Fly Ticket") davon ab, ob er eine von Dritten (hier der Deutschen Bahn AG) ausgeführte Reiseleistung als eigene anbietet.

Der Xa-Zivilsenat des Bundesgerichtshofs hat
auf die mündliche Verhandlung vom 28. Oktober 2010
durch
den Richter Keukenschrijver,
die Richterin Mühlens,
die Richter Dr. Bacher und Hoffmann und
die Richterin Schuster
für Recht erkannt:

Tenor:

Die Revision gegen das am 4. März 2010 verkündete Urteil der 24. Zivilkammer des Landgerichts Frankfurt am Main wird auf Kosten der Beklagten zurückgewiesen.

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