BGH, 28.09.2011 - IV ZR 294/10 - Möglichkeit des Fallens von Aufwendungsersatzansprüchen aus Geschäftsführung ohne Auftrag unter den Begriff des Schadensersatzanspruchs nach § 10 Nr. 1 AKB

Bundesgerichtshof
Urt. v. 28.09.2011, Az.: IV ZR 294/10
Gericht: BGH
Entscheidungsform: Urteil
Datum: 28.09.2011
Referenz: JurionRS 2011, 25980
Aktenzeichen: IV ZR 294/10
 

Verfahrensgang:

vorgehend:

AG Wunsiedel - 16.03.2010 - AZ: 1 C 565/09

LG Hof - 17.09.2010 - AZ: 22 S 20/10

Rechtsgrundlagen:

§ 670 BGB

§ 683 S. 1 BGB

§ 10 Nr. 1 AKB

Fundstellen:

DAR 2011, 704-706

EBE/BGH 2011, 356-358

FStBay 2012, 671-675

MDR 2011, 1347-1348

NJW 2011, 6-8 "Wendungsersatzansprüche aus GoA"

NJW-RR 2012, 163-164

NJW-Spezial 2012, 138

NZV 2012, 34-35

r+s 2012, 17-19

r+s 2012, 584

VersR 2011, 1509-1511

VK 2011, 211-212

VRR 2011, 442

VRR 2012, 24

VRS 2012, 104-108

zfs 2011, 695-697

Amtlicher Leitsatz:

AKB § 10 Nr. 1 (= A 1.1.1 AKB 2008); VVG § 115 Abs. 1 Nr. 1; AuslPflVG § 6 Abs. 1

Unter den Begriff des Schadensersatzanspruchs nach § 10 Nr. 1 AKB (= A 1.1.1 AKB 2008) fallen Aufwendungsersatzansprüche aus Geschäftsführung ohne Auftrag gemäß §§ 683 Satz 1, 670 BGB, wenn sie schadensersatzähnlichen Charakter haben, weil die Aufwendungen dem Geschäftsführer infolge einer gesetzlichen Pflicht zum Eingreifen entstanden sind (hier: Anspruch für Sicherungs- und Absperrmaßnahmen der Autobahnmeisterei bei einem auf dem Verzögerungsstreifen einer Autobahnausfahrt liegen gebliebenen Lastzug, der teilweise in die rechte Fahrbahn ragte).

Der IV. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs hat
durch
die Richter Wendt, Felsch,
die Richterin Harsdorf-Gebhardt,
die Richter Dr. Karczewski und Lehmann
auf die mündliche Verhandlung vom 28. September 2011
für Recht erkannt:

Tenor:

Auf die Revision der Klägerin wird das Urteil des Landgerichts Hof 2. Zivilkammer vom 17. September 2010 aufgehoben.

Die Sache wird zur neuen Verhandlung und Entscheidung, auch über die Kosten des Revisionsverfahrens, an das Berufungsgericht zurückverwiesen.

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