BGH, 28.01.2011 - V ZR 145/10 - Herleitung schutzwürdigen Eigeninteresses des Verwalters einer Wohnungseigentümergemeinschaft aus der sich aus dem Wohnungseigentumsgesetz (WEG) ergebenden Rechtsstellung und Pflichtenstellung des Verwalters im Falle der Geltendmachung eines Anspruches im eigenen Namen

Bundesgerichtshof
Urt. v. 28.01.2011, Az.: V ZR 145/10
Gericht: BGH
Entscheidungsform: Urteil
Datum: 28.01.2011
Referenz: JurionRS 2011, 11650
Aktenzeichen: V ZR 145/10
 

Verfahrensgang:

vorgehend:

AG Bad Saulgau - 12.06.2009 - AZ: 2 C 8/08

LG Stuttgart - 10.06.2010 - AZ: 2 S 30/09

Fundstellen:

BGHZ 188, 157 - 163

BauR 2011, 1048-1050

BauSV 2011, 80

BBB 2011, 53

DNotZ 2011, 547-549

Info M 2011, 143

IWR 2011, 65

JR 2012, 426-427

MDR 2011, 534-535

MietRB 2011, 116-117

NJ 2011, 336-337

NJW 2011, 1361-1362 "Verbandszuständigkeit"

NJW-Spezial 2011, 258

NZM 2011, 278-279

NZM 2011, 5

PA 2011, 113

RÜ 2011, 295-296

WM 2011, 1286-1287

WuM 2011, 318-320

ZfBR 2011, 362-363

ZfIR 2011, 417-419

ZMR 2011, 487-489

ZWE 2011, 177-179

Amtlicher Leitsatz:

ZPO § 51 Abs. 1

Macht der Verwalter Ansprüche der Wohnungseigentümergemeinschaft im eigenen Namen geltend, kann das für eine gewillkürte Prozessstandschaft erforderliche schutzwürdige Eigeninteresse nicht mehr aus der sich aus dem Wohnungseigentumsgesetz ergebenden Rechts- und Pflichtenstellung des Verwalters hergeleitet werden.

Der V. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs hat
am 28. Januar 2011
durch
den Vorsitzenden Richter Prof. Dr. Krüger,
die Richterin Dr. Stresemann,
die Richter Dr. Czub und Dr. Roth und
die Richterin Dr. Brückner
für Recht erkannt:

Tenor:

Die Revision gegen das Urteil der 2. Zivilkammer des Landgerichts Stuttgart vom 10. Juni 2010 wird auf Kosten des Klägers zurückgewiesen.

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