BGH, 28.01.2010 - VII ZB 16/09 - Pfändbarkeit von für eine Erwerbstätigkeit des Ehepartners benötigten Gegenständen; Anforderungen an ein Kraftfahrzeug als erforderlicher Gegenstand für die Fortsetzung einer Erwerbstätigkeit; Voraussetzungen einer Einschränkung der Pfändungsmöglichkeit

Bundesgerichtshof
Beschl. v. 28.01.2010, Az.: VII ZB 16/09
Gericht: BGH
Entscheidungsform: Beschluss
Datum: 28.01.2010
Referenz: JurionRS 2010, 10923
Aktenzeichen: VII ZB 16/09
 

Verfahrensgang:

vorgehend:

AG Nordhausen - 26.11.2008 - AZ: 2 M 1320/08

LG Mühlhausen - 28.01.2009 - AZ: 2 T 286/08

Fundstellen:

AO-StB 2010, 99-100

DGVZ 2010, 77-79

DZWIR 2010, 2

EBE/BGH 2010, 75-76

FamRB 2010, 140

FamRZ 2010, 550-552

FoVo 2010, 71-73

GK/Bay 2010, 505-508

GK/BW 2011, 135-139

GuT 2010, 124-126

InsbürO 2010, 157-158

JurBüro 2010, 334

JurBüro 2010, 271-273

JZ 2010, 287

Life&Law 2010, 448-452

MDR 2010, 7

MDR 2010, 405-406

NJ 2010, 342-343

NJ 2010, 5-6

NJW 2010, 10

NJW-RR 2010, 642-644 "Vom Ehegatten des Schuldners benötigtes Kfz"

NWB 2010, 648

NWB direkt 2010, 206

RdW 2010, 211-213

RENOpraxis 2010, 107

RÜ 2010, 225-228

V&S 2010, 11

VE 2010, 69

VRR 2010, 185-186

VuR 2010, 156

WM 2010, 471-473

WuB 2010, 371-372

ZAP EN-Nr. 228/2010

ZAP EN-Nr. 0/2010

ZBB 2010, 176

zfs 2010, 386-388

Amtlicher Leitsatz:

  1. a)

    Unpfändbar sind auch die Gegenstände des Schuldners, die sein Ehegatte zur Fortsetzung einer Erwerbstätigkeit benötigt.

  2. b)

    Zur Fortsetzung der Erwerbstätigkeit im Sinne des § 811 Abs. 1 Nr. 5 ZPO erforderliche Gegenstände können auch Kraftfahrzeuge sein, die ein Arbeitnehmer für die täglichen Fahrten von seiner Wohnung zu seinem Arbeitsplatz und zurück benötigt.

Der VII. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs hat
am 28. Januar 2010
durch
den Vorsitzenden Richter Prof. Dr. Kniffka,
den Richter Dr. Kuffer,
den Richter Bauner,
die Richterin Safari Chabestari und
den Richter Dr. Eick
beschlossen:

Tenor:

Die Rechtsbeschwerde der Gläubigerin gegen den Beschluss der 2. Zivilkammer des Landgerichts Mühlhausen vom 28. Januar 2009 wird zurückgewiesen.

Die Gläubigerin trägt die Kosten des Rechtsbeschwerdeverfahrens.

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