BGH, 27.10.2009 - VI ZR 296/08 - Sorgfaltspflichtverstoß allein wegen Verletzung eines Gegenspielers bei einem Fußballspiel i.R.d. Geltendmachung eines Anspruchs auf Schadensersatz und Schmerzensgeld; Anpruchsbegründende Wirkung des Bestehens von Haftpflichtversicherungsschutz; Verstoß gegen die Sorgfaltspflicht bei regelgerechtem und dem Fairnessgebot entsprechenden Einsatz eines Sportlers i.R.d. Beurteilung seines Verschuldens i.S.d. § 823 Abs. 1 BGB

Bundesgerichtshof
Urt. v. 27.10.2009, Az.: VI ZR 296/08
Gericht: BGH
Entscheidungsform: Urteil
Datum: 27.10.2009
Referenz: JurionRS 2009, 26158
Aktenzeichen: VI ZR 296/08
 

Verfahrensgang:

vorgehend:

LG Stade - 11.04.2008 - AZ: 4 O 31/08

OLG Celle - 16.10.2008 - AZ: 5 U 66/08

Rechtsgrundlage:

§ 823 Abs. 1 BGB

Fundstellen:

DAR 2010, 304

EBE/BGH 2009, 394-395

JR 2010, 537-538

Life&Law 2010, 210

MDR 2010, 83-84

NJ 2010, 119-120

NJW 2010, 537-539 "Fußballspieler"

NJW-Spezial 2010, 74

NZV 2010, 74-75

r+s 2010, 33-34

SpuRt 2010, 79-80

VersR 2009, 1677-1678

VK 2010, 29

VuR 2010, 117

ZAP EN-Nr. 75/2010

ZAP EN-Nr. 0/2010

zfs 2010, 133-135

Amtlicher Leitsatz:

  1. a)

    Dass bei einem Wettkampf - hier: Fußballspiel - ein Spieler einen anderen verletzt, begründet für sich genommen noch keinen Sorgfaltspflichtverstoß.

  2. b)

    Das Bestehen von Haftpflichtversicherungsschutz wirkt grundsätzlich nicht anspruchsbegründend.

Der VI. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs hat
auf die mündliche Verhandlung vom 27. Oktober 2009
durch
den Vorsitzenden Richter Galke,
die Richter Zoll und Wellner und
die Richterinnen Diederichsen und von Pentz
für Recht erkannt:

Tenor:

Die Revision gegen das Urteil des 5. Zivilsenats des Oberlandesgerichts Celle vom 16. Oktober 2008 wird auf Kosten des Klägers zurückgewiesen.

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