BGH, 27.09.2011 - VI ZR 135/10 - Voraussetzungen für das Vorliegen einer grob-fahrlässigen Unkenntnis bei Prospekthaftungs- und Anlageberatungsfällen i.S.d. § 199 Abs. 1 BGB

Bundesgerichtshof
Urt. v. 27.09.2011, Az.: VI ZR 135/10
Gericht: BGH
Entscheidungsform: Urteil
Datum: 27.09.2011
Referenz: JurionRS 2011, 26492
Aktenzeichen: VI ZR 135/10
 

Verfahrensgang:

vorgehend:

LG München I - 30.09.2009 - AZ: 32 O 19728/08

OLG München - 08.03.2010 - AZ: 21 U 5153/09

Rechtsgrundlage:

§ 199 Abs. 1 BGB

Fundstellen:

BB 2012, 603

DB 2011, 2490-2491

MDR 2011, 1349

NJW 2011, 3573-3575

NWB 2011, 3833

NWB direkt 2011, 1202

VersR 2011, 1575-1576

WM 2011, 2128-2130

ZBB 2011, 474

ZIP 2011, 2361-2363

Amtlicher Leitsatz:

BGB § 199 Abs. 1

Zur Frage der grob fahrlässigen Unkenntnis im Sinne des § 199 Abs. 1 BGB in Prospekthaftungs- und Anlageberatungsfällen, wenn der Anleger im Zusammenhang mit der Anlageentscheidung eines Dritten einen Folgeprospekt gelesen hat.

Der VI. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs hat auf die mündliche Verhandlung vom 27. September 2011 durch den Vorsitzenden Richter Galke, die Richter Zoll und Wellner, die Richterin Diederichsen und den Richter Stöhr

für Recht erkannt:

Tenor:

Auf die Revision der Klägerin wird das Urteil des 21. Zivilsenats des Oberlandesgerichts München vom 8. März 2010 im Kostenpunkt und insoweit aufgehoben, als zum Nachteil der Klägerin erkannt worden ist.

Im Umfang der Aufhebung wird die Sache an das Berufungsgericht zur neuen Verhandlung und Entscheidung - auch über die Kosten des Revisionsverfahrens - zurückverwiesen.

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