BGH, 27.01.2010 - VIII ZR 159/09 - Qualifizierung von leiblichen Nichten und Neffen eines Vermieters als Familienangehörige i.S.v. § 573 Abs. 2 Nr. 2 Bürgerliches Gesetzbuch (BGB) kraft ihres nahen Verwandtschaftsverhältnisses zum Vermieter

Bundesgerichtshof
Urt. v. 27.01.2010, Az.: VIII ZR 159/09
Gericht: BGH
Entscheidungsform: Urteil
Datum: 27.01.2010
Referenz: JurionRS 2010, 10856
Aktenzeichen: VIII ZR 159/09
 

Verfahrensgang:

vorgehend:

AG Baden-Baden - 01.07.2008 - AZ: 7 C 150/08

LG Baden-Baden - 26.05.2009 - AZ: 2 S 9/09

Fundstellen:

BGHZ 184, 137 - 148

BBB 2010, 52

DWW 2010, 143-145

EBE/BGH 2010, 70-72

FamRB 2010, 131

FamRZ 2010, 555-557

Info M 2010, 110

IWR 2010, 83

JA 2010, 548-549

JurBüro 2010, 277

JurBüro 2010, 389

JZ 2010, 282

MDR 2010, 563-564

MietRB 2010, 97

MK 2010, 55-56

NJ 2010, 10

NJ 2010, 211

NJW 2010, 6

NJW 2010, 8

NJW 2010, 1290-1292

NJW-Spezial 2010, 291

NWB 2010, 410

NWB direkt 2010, 136

NZM 2010, 271-272

RdW 2010, 390-391

V&S 2010, 12

WuM 2010, 163-165

ZGS 2010, 102

Amtlicher Leitsatz:

Leibliche Nichten und Neffen des Vermieters sind kraft ihres nahen Verwandtschaftsverhältnisses zum Vermieter Familienangehörige im Sinne von § 573 Abs. 2 Nr. 2 BGB (Fortführung des Senatsurteils vom 9. Juli 2003 - VIII ZR 276/02, NJW 2003, 2604).

Der VIII. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs hat
auf die mündliche Verhandlung vom 27. Januar 2010
durch
den Vorsitzenden Richter Ball,
den Richter Dr. Frellesen,
die Richterin Dr. Hessel sowie
die Richter Dr. Achilles und Dr. Bünger
für Recht erkannt:

Tenor:

Auf die Revision der Klägerin wird das Urteil der 2. Zivilkammer des Landgerichts Baden-Baden vom 26. Mai 2009 im Kostenpunkt und insoweit aufgehoben, als das Berufungsgericht hinsichtlich der Eigenbedarfskündigung vom 14. März 2008 zum Nachteil der Klägerin entschieden hat. Im Übrigen wird die Revision als unzulässig verworfen.

Auf die Berufung der Klägerin wird das Urteil des Amtsgerichts Baden-Baden vom 1. Juli 2008 - unter Zurückweisung des Rechtsmittels im Übrigen - teilweise abgeändert.

Die Beklagten werden als Gesamtschuldner verurteilt, die von ihnen bewohnte Wohnung in B. , H. Straße , 2. Obergeschoss, sowie die zur Wohnung gehörende Garage nebst Fernbedienung an die Klägerin herauszugeben.

Den Beklagten wird eine Räumungsfrist bis zum 31. Mai 2010 eingeräumt.

Von den Kosten des Rechtsstreits haben die Klägerin 1/13 und die Beklagten 12/13 zu tragen.

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