BGH, 26.07.2011 - XI ZR 197/10 - Konkludente Genehmigung einer Einzugsermächtigungslastschrift bei Abstimmung zwischen kontoführender Bank und Schuldner bzgl. einzelner Lastschriftbuchungen; Beurteilung der konkludenten Genehmigung einer Lastschrift im Einzugsermächtigungsverfahren vom Kontoinhaber nach dem objektiven Erklärungswert seines Verhaltens

Bundesgerichtshof
Urt. v. 26.07.2011, Az.: XI ZR 197/10
Gericht: BGH
Entscheidungsform: Urteil
Datum: 26.07.2011
Referenz: JurionRS 2011, 21547
Aktenzeichen: XI ZR 197/10
 

Verfahrensgang:

vorgehend:

LG Bremen - 28.05.2009 - AZ: 2 O 941/08

OLG Bremen - 07.05.2010 - AZ: 2 U 79/09

Fundstellen:

BB 2011, 2049

BKR 2011, 437-439

DB 2011, 1855-1857

EBE/BGH 2011, 274-275

EWiR 2011, 701

GWR 2011, 450

MDR 2011, 1055-1056

NJW 2011, 8

NJW 2011, 2715-2717

NZI 2011, 676-678

WM 2011, 1553-1555

ZBB 2011, 409-410

ZInsO 2011, 1546-1548

ZInsO 2012, 1144

ZIP 2011, 1557-1559

Amtlicher Leitsatz:

BGB § 684 Satz 2

  1. a)

    Zur Frage der konkludenten Genehmigung einer Einzugsermächtigungslastschrift bei Abstimmung zwischen kontoführender Bank und Schuldner hinsichtlich einzelner Lastschriftbuchungen (im Anschluss an das Senatsurteil vom 20. Juli 2010 - XI ZR 236/07, BGHZ 186, 269).

  2. b)

    Die Frage, ob eine Lastschrift im Einzugsermächtigungsverfahren vom Kontoinhaber konkludent genehmigt worden ist, beantwortet sich nach dem objektiven Erklärungswert seines Verhaltens, für den die spätere Befolgung eines Widerspruchs des Insolvenzverwalters über das Vermögen des Kontoinhabers durch die Bank nicht maßgeblich ist (im Anschluss an das Senatsurteil vom 1. März 2011 - XI ZR 320/09, WM 2011, 743 Rn. 14).

Der XI. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs hat
gemäß § 128 Abs. 2 ZPO
im schriftlichen Verfahren, in dem Schriftsätze bis zum 23. Mai 2011 eingereicht werden konnten,
durch
den Vorsitzenden Richter Wiechers und
die Richter Dr. Ellenberger, Maihold, Dr. Matthias und Pamp
für Recht erkannt:

Tenor:

Auf die Revision der Beklagten wird das Urteil des 2. Zivilsenats des Hanseatischen Oberlandesgerichts in Bremen vom 7. Mai 2010 aufgehoben.

Die Sache wird zur neuen Verhandlung und Entscheidung, auch über die Kosten des Revisionsverfahrens, an das Berufungsgericht zurückverwiesen.

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