BGH, 26.01.2012 - IX ZR 54/09 - Kriterien zur rechtlichen Würdigung der wirksamen Abnahme einer Werkleistung durch einen Rechtsanwalt

Bundesgerichtshof
Beschl. v. 26.01.2012, Az.: IX ZR 54/09
Gericht: BGH
Entscheidungsform: Beschluss
Datum: 26.01.2012
Referenz: JurionRS 2012, 10406
Aktenzeichen: IX ZR 54/09
 

Verfahrensgang:

vorgehend:

LG Frankfurt am Main - 28.02.2007 - AZ: 2/2 O 312/06

OLG Frankfurt am Main - 27.02.2009 - AZ: 3 U 82/07

Fundstelle:

BRAK-Mitt 2012, 73

Redaktioneller Leitsatz:

Der Fehler eines neu hinzugezogenen Anwalts unterbricht grundsätzlich nicht den Zurechnungszusammenhang zwischen der Pflichtwidrigkeit des früheren Anwalts und dem eingetretenen Schaden. Anders ist es lediglich, wenn der zweite Anwalt eine Entschließung trifft, die schlechterdings unverständlich erscheint oder den Geschehensablauf so verändert, dass der Schaden bei wertender Betrachtungsweise in keinem inneren Zusammenhang zu der vom früheren Rechtsanwalt zu vertretenden Pflichtwidrigkeit steht.

Der IX. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs hat durch den Vorsitzenden Richter Prof. Dr. Kayser, die Richter Prof. Dr. Gehrlein, Dr. Fischer, Grupp und die Richterin Möhring

am 26. Januar 2012

beschlossen:

Tenor:

Die Beschwerde gegen die Nichtzulassung der Revision im Urteil des 3. Zivilsenats des Oberlandesgerichts Frankfurt am Main vom 27. Februar 2009 wird auf Kosten des Klägers zurückgewiesen.

Der Streitwert wird auf 552.731,60 € festgesetzt.

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