BGH, 25.11.2014 - 5 StR 468/14 - Bezeichnung der Verwirklichung eines Regelbeispiels des § 177 Abs. 2 Nr. 1 StGB als Vergewaltigung im Urteilstenor

Bundesgerichtshof
Beschl. v. 25.11.2014, Az.: 5 StR 468/14
Gericht: BGH
Entscheidungsform: Beschluss
Datum: 25.11.2014
Referenz: JurionRS 2014, 28576
Aktenzeichen: 5 StR 468/14
 

Verfahrensgang:

vorgehend:

LG Kiel - 03.06.2014

Verfahrensgegenstand:

Schwere Vergewaltigung u.a.

Der 5. Strafsenat des Bundesgerichtshofs hat am 25. November 2014 beschlossen:

Tenor:

Die Revision des Angeklagten gegen das Urteil des Landgerichts Kiel vom 3. Juni 2014 wird nach § 349 Abs. 2 StPO als unbegründet verworfen. Jedoch wird der Schuldspruch dahin klargestellt, dass der Angeklagte im Fall 2 der Urteilsgründe der Vergewaltigung schuldig ist.

Der Beschwerdeführer hat die Kosten des Rechtsmittels und die der Adhäsions- und Nebenklägerin durch seine Revision entstandenen notwendigen Auslagen zu tragen.

Das vom Angeklagten im genannten Fall verwirklichte Regelbeispiel des § 177 Abs. 2 Nr. 1 StGB ist im Urteilstenor als Vergewaltigung zu bezeichnen (Senatsbeschluss vom 13. Juni 2001 - 5 StR 198/01). Der Umstand, dass das Landgericht die Strafe aus dem Strafrahmen des § 177 Abs. 1 StGB entnommen hat, ändert hieran nichts.

Sander

Schneider

Dölp

König

Bellay

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