BGH, 25.08.2010 - 1 StR 410/10 - Anforderungen an die Bemessung der Gesamtstrafe aus vielzähligen Einzelstraftaten von Sexualdelikten unter Hinzuziehung der Gesamtschau des Unrechtsgehalts und der Vornahme einer zusammenfassenden Würdigung der Person des Täters und der einzelnen Straftatbegehungen

Bundesgerichtshof
Beschl. v. 25.08.2010, Az.: 1 StR 410/10
Gericht: BGH
Entscheidungsform: Beschluss
Datum: 25.08.2010
Referenz: JurionRS 2010, 23806
Aktenzeichen: 1 StR 410/10
 

Verfahrensgang:

vorgehend:

LG Augsburg - 22.01.2010

Fundstellen:

JR 2012, 34-35

NJ 2011, 172-173

NJW 2010, 3176

NJW-Spezial 2010, 665

NStZ 2011, 32

wistra 2011, 19-20

Verfahrensgegenstand:

Sexuelle Nötigung u.a.

Amtlicher Leitsatz:

StGB § 54

Eine starke Erhöhung der Einsatzstrafe legt einen Rechtsfehler bei der Gesamtstrafenbildung gemäߧ 54 StGB nicht ohne weiteres nahe.

Der 1. Strafsenat des Bundesgerichtshofs hat
am 25. August 2010
beschlossen:

Tenor:

Die Revision des Angeklagten gegen das Urteil des Landgerichts Augsburg vom 22. Januar 2010 wird als unbegründet verworfen, da die Nachprüfung des Urteils auf Grund der Revisionsrechtfertigung keinen Rechtsfehler zum Nachteil des Angeklagten ergeben hat (§ 349 Abs. 2 StPO).

Der Beschwerdeführer hat die Kosten des Rechtsmittels und die den Nebenklägerinnen im Revisionsverfahren entstandenen notwendigen Auslagen zu tragen.

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