BGH, 24.11.2010 - 2 StR 519/10 - Konkurrenzverhältnis mehrerer durch Aufbrechen von Fahrzeugen in einer Tiefgarage begangener Diebstahlshandlungen; Verbindung mehrerer Wegnahmehandlungen aus verschiedenen Fahrzeugen durch ein vorheriges gewaltsames Eindringen in eine Tiefgarage als Versuchsbeginn

Bundesgerichtshof
Beschl. v. 24.11.2010, Az.: 2 StR 519/10
Gericht: BGH
Entscheidungsform: Beschluss
Datum: 24.11.2010
Referenz: JurionRS 2010, 31282
Aktenzeichen: 2 StR 519/10
 

Fundstellen:

NStZ-RR 2011, 111

wistra 2011, 99-100

Verfahrensgegenstand:

Diebstahl

Redaktioneller Leitsatz:

  1. 1.

    Öffnen Mittäter in derselben Nacht an demselben Ort und auf dieselbe Weise die Personenkraftwagen von verschiedenen Eigentümern, um daraus Gegenstände zu entwenden, so liegt möglicherweise schon wegen dieses Zusammenhangs eine natürliche Handlungseinheit vor.

  2. 2.

    Jedenfalls der Umstand, dass die Täter durch das gewaltsame Eindringen in die Tiefgaragen zugleich mit dem Beginn des Versuchs des Diebstahls auch das Regelbeispiel des § 243 Abs. 1 Satz 2 Nr. 1 StGB für einen besonders schweren Fall des Diebstahls verwirklicht haben, verbindet die Einzelakte der Wegnahmehandlungen in derselben Tiefgarage zu einer tateinheitlichen Handlung.

Der 2. Strafsenat des Bundesgerichtshofs hat
auf Antrag des Generalbundesanwalts und
nach Anhörung der Beschwerdeführer
am 24. November 2010
gemäß § 349 Abs. 2 StPO
einstimmig beschlossen:

Tenor:

  1. 1.

    Die Revisionen der Angeklagten gegen das Urteil des Landgerichts Gera vom 3. Juni 2010 werden als unbegründet verworfen.

  2. 2.

    Der Angeklagte H. hat die Kosten seines Rechtsmittels zu tragen. Es wird davon abgesehen, der Angeklagten L. die Kosten ihres Rechtsmittels aufzuerlegen.

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