BGH, 24.05.2011 - 4 StR 175/11 - Sachrüge wegen mangelndem Beleg der Bereicherungsabsicht des Angeklagten i.R.e. Entführung und Zwang zur Überweisung um "ein Zeichen zu setzen"/"Denkzettel zu verpassen"

Bundesgerichtshof
Beschl. v. 24.05.2011, Az.: 4 StR 175/11
Gericht: BGH
Entscheidungsform: Beschluss
Datum: 24.05.2011
Referenz: JurionRS 2011, 20738
Aktenzeichen: 4 StR 175/11
 

Verfahrensgang:

vorgehend:

LG Koblenz - 15.12.2010

Fundstellen:

GuT 2011, 171

StraFo 2011, 409

StRR 2011, 394-395

Verfahrensgegenstand:

Erpresserischer Menschenraubes u.a.

Redaktioneller Leitsatz:

Eine strafrechtliche Bereicherungsabsicht ist nicht gegeben, wenn der Täter den mit seiner Tat verbundenen Vermögensvorteil nur als notwendige oder mögliche Folge seines ausschließlich auf einen anderen Zweck gerichteten Verhaltens voraussieht, zum Beispiel, wenn er dem Opfer nur einen Denkzettel verpassen will.

Der 4. Strafsenat des Bundesgerichtshofs hat
nach Anhörung des Generalbundesanwalts und des Beschwerdeführers
am 24. Mai 2011
gemäß § 349 Abs. 4 StPO
einstimmig beschlossen:

Tenor:

  1. 1.

    Auf die Revision des Angeklagten wird das Urteil des Landgerichts Koblenz vom 15. Dezember 2010 mit den Feststellungen aufgehoben.

  2. 2.

    Die Sache wird zu neuer Verhandlung und Entscheidung, auch über die Kosten des Revisionsverfahrens, an eine andere Strafkammer des Landgerichts zurückverwiesen.

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