BGH, 24.03.2011 - IX ZR 138/08 - Prüfung des Vorprozesses durch das Regressgericht selbst hinsichtlich eines entstandenen Schadens des Mandanten durch eine schuldhafte Pflichtverletzung eines Rechtsanwalts

Bundesgerichtshof
Beschl. v. 24.03.2011, Az.: IX ZR 138/08
Gericht: BGH
Entscheidungsform: Beschluss
Datum: 24.03.2011
Referenz: JurionRS 2011, 13592
Aktenzeichen: IX ZR 138/08
 

Verfahrensgang:

vorgehend:

LG Fulda - 20.07.2005 - AZ: 4 O 260/05

OLG Frankfurt am Main - 27.05.2008 - AZ: 14 U 169/05

Redaktioneller Leitsatz:

  1. 1.

    Das Regressgericht hat selbst zu prüfen, wie der Vorprozess richtigerweise zu entscheiden gewesen wäre, wenn davon abhängt, ob dem Mandanten durch eine schuldhafte Pflichtverletzung des Rechtsanwalts ein Schaden entstanden ist.

  2. 2.

    Auf einer Postzustellurkunde muss im Fall der Ersatzzustellung durch Niederlegung gemäß §§ 181, 182 Abs. 2 Nr. 4 ZPO nicht genau angegeben werden, in welche Empfangseinrichtung der Zusteller das Schriftstück eingelegt hat.

Der IX. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs hat
durch
den Vorsitzenden Richter Prof. Dr. Kayser,
den Richter Vill,
die Richterin Lohmann,
die Richter Dr. Fischer und Dr. Pape
am 24. März 2011
beschlossen:

Tenor:

Die Beschwerde gegen die Nichtzulassung der Revision in dem Urteil des 14. Zivilsenats in Kassel des Oberlandesgerichts Frankfurt am Main vom 27. Mai 2008 wird auf Kosten der Klägerin zurückgewiesen.

Der Gegenstandswert des Beschwerdeverfahrens wird auf 20.290,71 € festgesetzt.

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