BGH, 23.11.2010 - VI ZR 245/09 - § 32 Abs. 1 S. 1 Gesetz über das Kreditwesen (KWG) als Schutzgesetz i.S.d. § 823 Abs. 2 BGB zugunsten des einzelnen Kapitalanlegers; Entgegennahme von Beträgen mit dem Ziel der Erzielung hoher Gewinne mittels Daytrading als Einlage i.S.d. § 1 Abs. 1 Satz 2 Nr. 1 1. Alt. KWG; Beschränkung des Anwendungsbereichs des § 1 Abs. 1 S. 2 Nr. 1 2. Alt. Gesetz über das Kreditwesen (KWG) auf dem Anleger für die Überlassung des Kapitals eine dem "realen, üblichen Zinsniveau" entsprechende Rendite versprochene Geschäfte; Mitverantwortlichkeit des Geschädigten bei Vertrauen auf die vom Informationspflichtigen erfolgter Darstellung der Geldanlage als riskikoarm und der Rückzahlung des Kapitals als sicher

Bundesgerichtshof
Urt. v. 23.11.2010, Az.: VI ZR 245/09
Gericht: BGH
Entscheidungsform: Urteil
Datum: 23.11.2010
Referenz: JurionRS 2010, 29304
Aktenzeichen: VI ZR 245/09
 

Verfahrensgang:

vorgehend:

LG Karlsruhe - 06.06.2008 - AZ: 4 O 500/07

OLG Karlsruhe - 06.07.2009 - AZ: 3 U 24/08

Der VI. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs hat
auf die mündliche Verhandlung vom 23. November 2010
durch
den Vorsitzenden Richter Galke,
den Richter Zoll,
die Richterin Diederichsen,
den Richter Pauge sowie
die Richterin von Pentz
für Recht erkannt:

Tenor:

Die Revision gegen das Urteil des 3. Zivilsenats des Oberlandesgerichts Karlsruhe vom 6. Juli 2009 wird auf Kosten des Beklagten zurückgewiesen.

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