BGH, 23.08.2010 - AnwZ (B) 118/08 - Widerruf der Zulassung zur Rechtsanwaltschaft wegen Vermögensverfalls

Bundesgerichtshof
Beschl. v. 23.08.2010, Az.: AnwZ (B) 118/08
Gericht: BGH
Entscheidungsform: Beschluss
Datum: 23.08.2010
Referenz: JurionRS 2010, 23595
Aktenzeichen: AnwZ (B) 118/08
 

Verfahrensgang:

vorgehend:

AGH Berlin - 10.09.2008 - AZ: II AGH 3/08

Verfahrensgegenstand:

Widerruf der Zulassung zur Rechtsanwaltschaft

Redaktioneller Leitsatz:

Sind die Voraussetzungen für den Widerruf nach § 14 Abs. 2 Nr. 7 BRAO erst im Laufe des Beschwerdeverfahrens weggefallen und hat die Antragsgegnerin der neuen Sachlage unverzüglich Rechnung getragen, sind in entsprechender Anwendung der §§ 91a ZPO, 13a FGG a.F. die Kosten nach billigem Ermessen dem Antragsteller aufzuerlegen.

Der Bundesgerichtshof, Senat für Anwaltssachen, hat
durch
die Vorsitzenden Richter Dr. Ganter und Dr. Ernemann,
den Richter Dr. Schmidt-Räntsch sowie
die Rechtsanwältin Kappelhoff und
den Rechtsanwalt Dr. Martini
am 23. August 2010
beschlossen:

Tenor:

Die Antragstellerin hat die Kosten des erledigten Verfahrens zu tragen und der Antragsgegnerin die ihr in diesem entstandenen notwendigen außergerichtlichen Auslagen zu erstatten.

Der Geschäftswert wird auf 50.000 € festgesetzt.

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