BGH, 23.07.2009 - VII ZR 134/08 - Anwendbarkeit der zur Sekundärhaftung eines Architekten entwickelten Grundsätze auf die Tätigkeit eines Architekten bzgl. der Grundlagenermittlung bis zur Vorbereitung der Vergabe; Erfassung von Objektüberwachung und Objektbetreuung als Sekundärhaftung rechtfertigende Betreuungspflichten; Befassung mit der Errichtung eines Bauwerks durch einen mit den Leistungsphasen 1 bis 6 des § 15 Abs. 2 Honorarordnung für Architekten und Ingenieure (HOAI) beauftragten Architekten

Bundesgerichtshof
Urt. v. 23.07.2009, Az.: VII ZR 134/08
Gericht: BGH
Entscheidungsform: Urteil
Datum: 23.07.2009
Referenz: JurionRS 2009, 20052
Aktenzeichen: VII ZR 134/08
 

Verfahrensgang:

vorgehend:

LG Dessau - 25.05.2007 - AZ: 2 O 1129/02

OLG Naumburg - 22.04.2008 - AZ: 12 U 98/07

Rechtsgrundlage:

§ 15 Abs. 2 HOAI

Fundstellen:

BauR 2009, 1607-1609

BauR 2009, 1493

BBB 2010, 60

BGHReport 2009, 1149-1150

EBE/BGH 2009, 298-299

FStBay 2010, 581-582

FStBW 2010, 780-781

FStHe 2010, 691-692

IBR 2009, 589

MDR 2010, 678

MDR 2009, 1272-1273

NJW 2009, 3360-3361

NJW-Spezial 2009, 606

NZBau 2009, 789-790

VersR 2009, 1629-1630

ZAP EN-Nr. 664/2009

ZfBR 2009, 781-783

ZfIR 2009, 779-781

Amtlicher Leitsatz:

Die zur Sekundärhaftung des Architekten entwickelten Grundsätze sind nicht auf einen Architekten anwendbar, der lediglich mit den Aufgaben der Grundlagenermittlung bis zur Vorbereitung der Vergabe (Leistungsphasen 1 bis 6 des § 15 Abs. 2 HOAI) beauftragt worden ist (Abgrenzung zu BGH, Urteil vom 11. Januar 1996 - VII ZR 85/95, BauR 1996, 418 = ZfBR 1996, 155).

Der VII. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs hat
auf die mündliche Verhandlung vom 23. Juli 2009
durch
den Vorsitzenden Richter Prof. Dr. Kniffka,
den Richter Dr. Kuffer,
den Richter Bauner,
die Richterin Safari Chabestari und
den Richter Halfmeier
für Recht erkannt:

Tenor:

Auf die Revision des Beklagten werden das Urteil des 12. Zivilsenats des Oberlandesgerichts Naumburg vom 22. April 2008 und das Urteil der 2. Zivilkammer des Landgerichts Dessau vom 25. Mai 2007 aufgehoben.

Die Klage wird abgewiesen.

Die Kläger tragen die Kosten des Rechtsstreits.

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