BGH, 23.03.2011 - AnwSt (R) 11/10 - Verbot des Tätigwerdens als Rechtsanwalt wegen Verletzung anwaltlicher Pflichten; Zulässigkeit einer Beschwerde gegen Beschlüsse des Anwaltsgerichthofes

Bundesgerichtshof
Beschl. v. 23.03.2011, Az.: AnwSt (R) 11/10
Gericht: BGH
Entscheidungsform: Beschluss
Datum: 23.03.2011
Referenz: JurionRS 2011, 14204
Aktenzeichen: AnwSt (R) 11/10
 

Verfahrensgang:

vorgehend:

AnwG Brandenburg - 17.04.2009 - AZ: 2 AnwG 4/08

AGH Brandenburg - 04.12.2009 - AZ: AGH II 2/09

AGH Brandenburg - 29.03.2010 - AZ: AGH II 2/09

Verfahrensgegenstand:

Verletzung anwaltlicher Pflichten

Redaktioneller Leitsatz:

Die Beschwerde gegen Beschlüsse des Anwaltsgerichtshofes, die nicht im ersten Rechtszug erlassen worden sind, ist unstatthaft.

Der Bundesgerichtshof, Senat für Anwaltssachen, hat
nach Anhörung des Generalbundesanwalts und des Beschwerdeführers
durch
den Präsidenten des Bundesgerichtshofs Prof. Dr. Tolksdorf,
die Richterin Roggenbuck,
den Richter Seiters,
die Rechtsanwältin Kappelhoff und
den Rechtsanwalt Prof. Dr. Stüer
am 23. März 2011
einstimmig beschlossen:

Tenor:

  1. 1.

    Die sofortige Beschwerde des Rechtsanwalts gegen den Beschluss des 2. Senats des Brandenburgischen Anwaltsgerichtshofs vom 29. März 2010 wird als unzulässig verworfen.

  2. 2.

    Die Revision des Rechtsanwalts gegen das Urteil des 2. Senats des Brandenburgischen Anwaltsgerichtshofs vom 4. Dezember 2009 wird als unbegründet verworfen.

  3. 3.

    Der Rechtsanwalt hat die Kosten beider Rechtsmittel zu tragen.

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