BGH, 22.04.2010 - I ZR 29/09 - Unzulässige Belästigung der Hinterbliebenen durch zwei Wochen nach dem Todesfall auf dem Postweg erfolgte Werbung für Grabmale

Bundesgerichtshof
Urt. v. 22.04.2010, Az.: I ZR 29/09
Gericht: BGH
Entscheidungsform: Urteil
Datum: 22.04.2010
Referenz: JurionRS 2010, 25567
Aktenzeichen: I ZR 29/09
 

Verfahrensgang:

vorgehend:

LG Gießen - 03.04.2008 - AZ: 8 O 3/08

OLG Frankfurt am Main - 29.01.2009 - AZ: 6 U 90/08

Rechtsgrundlage:

§ 7 Abs. 1 S. 1 UWG

Fundstellen:

BB 2010, 1097 (Pressemitteilung)

DSB 2011, 20

GRUR 2010, 1113-1115 "Grabmalwerbung"

GRUR-Prax 2010, 518

GuT 2010, 388

GuT 2010, 277-278 (Pressemitteilung)

MDR 2010, 15

MDR 2011, 250

Mitt. 2010, 590 "Grabmalwerbung"

NJ 2010, 7

NJW 2011, 79 "Grabmalwerbung"

WRP 2010, 1502-1504 "Wettbewerbsrecht: Grabmalwerbung"

Verfahrensgegenstand:

Grabmalwerbung

Amtlicher Leitsatz:

UWG § 7 Abs. 1 Satz 1

Eine Werbung für Grabmale, die zwei Wochen nach dem Todesfall auf dem Postweg erfolgt, stellt keine unzulässige Belästigung der Hinterbliebenen dar.

Der I. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs hat
auf die mündliche Verhandlung vom 22. April 2010
durch
den Vorsitzenden Richter Prof. Dr. Bornkamm und
die Richter Pokrant, Prof. Dr. Büscher, Dr. Schaffert und Dr. Koch
für Recht erkannt:

Tenor:

Die Revision gegen das Urteil des 6. Zivilsenats des Oberlandesgerichts Frankfurt am Main vom 29. Januar 2009 wird auf Kosten der Klägerin zurückgewiesen.

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