BGH, 22.03.2011 - II ZR 249/09 - Ein Urteil gegen alle Gesellschafter einer Gesellschaft bürgerlichen Rechts in einem Rechtsstreit um ihre persönliche Haftung entfaltet in einem Rechtsstreit gegen die Gesellschaft keine Rechtskraft

Bundesgerichtshof
Urt. v. 22.03.2011, Az.: II ZR 249/09
Gericht: BGH
Entscheidungsform: Urteil
Datum: 22.03.2011
Referenz: JurionRS 2011, 16050
Aktenzeichen: II ZR 249/09
 

Verfahrensgang:

vorgehend:

LG Bochum - 05.02.2009 - AZ: 2 O 692/08

OLG Hamm - 14.09.2009 - AZ: 22 U 43/09

Fundstellen:

BB 2011, 1345

BB 2011, 769 (Pressemitteilung)

DB 2011, 6

DB 2011, 1440-1442

DStR 2011, 1045

DStZ 2011, 581

GesR 2011, 541-542

IBR 2012, 117

Life&Law 2011, 549-552

MDR 2011, 797-799

Mitt. 2011, 387 "Klage gegen GbR"

NJ 2011, 4

NJW 2011, 2048-2050

NJW 2011, 8

NZG 2011, 662-663

RÜ 2011, 501-503

StX 2011, 431

WM 2011, 1036-1038

WPg 2011, 795-796

ZAP 2011, 1029

ZAP EN-Nr. 658/2011

ZInsO 2011, 1025-1027

ZIP 2011, 6

ZIP 2011, 1143-1145

Amtlicher Leitsatz:

ZPO §§ 325, 736; BGB § 705; HGB §§ 128, 129 Abs. 1

Nimmt ein Dritter in einem Rechtsstreit die Gesellschafter einer Gesellschaft bürgerlichen Rechts aus ihrer persönlichen Haftung für eine Gesellschaftsschuld in Anspruch, entfaltet die Rechtskraft eines in diesem Prozess ergangenen Urteils keine Wirkung in einem weiteren Prozess, in dem er nunmehr den Anspruch gegen die Gesellschaft verfolgt. Dies gilt auch dann, wenn alle Gesellschafter am Vorprozess beteiligt waren.

Der II. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs hat
auf die mündliche Verhandlung vom 22. März 2011
durch
den Vorsitzenden Richter Dr. Bergmann und
den Richter Dr. Strohn,
die Richterin Dr. Reichart sowie
die Richter Dr. Drescher und Born
für Recht erkannt:

Tenor:

Auf die Revision der Klägerin wird das Urteil des 22. Zivilsenats des Oberlandesgerichts Hamm vom 14. September 2009 aufgehoben.

Die Sache wird zur neuen Verhandlung und Entscheidung, auch über die Kosten des Revisionsverfahrens, an das Berufungsgericht zurückverwiesen.

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