BGH, 22.03.2010 - II ZR 66/08 - Haftung wegen Verschuldens bei Vertragsschluss aufgrund einer Erklärung in einem Emissionsprospekt über die Gewährung einer rechtlich nicht zwingend gebotenen Anschlussförderung gem. den Berliner Wohnungsbauförderungsbestimmungen

Bundesgerichtshof
Urt. v. 22.03.2010, Az.: II ZR 66/08
Gericht: BGH
Entscheidungsform: Urteil
Datum: 22.03.2010
Referenz: JurionRS 2010, 15537
Aktenzeichen: II ZR 66/08
 

Verfahrensgang:

vorgehend:

LG Berlin - 14.05.2007 - AZ: 4a O 342/05

KG Berlin - 13.02.2008 - AZ: 26 U 102/07

Fundstellen:

BB 2010, 773 (Pressemitteilung)

BB 2010, 1553-1555

BFH/NV 2010, 1596

DB 2010, 20

DB 2010, 8

DB 2010, 1177-1179

DStR 2010, 11

DStR 2010, 1193-1196

DZWIR 2010, 462-464

EWiR 2010, 479

GWR 2010, 276

ImmoStR 2010, 142

JurBüro 2010, 500-501

KÖSDI 2010, 17018

MDR 2010, 8-9

MDR 2010, 820-821

NJW 2010, 10

NJW-RR 2010, 952-954

NJW-Spezial 2010, 367

NWB 2010, 1810

NWB direkt 2010, 631

NZBau 2010, 7-8 (Pressemitteilung)

NZG 2010, 5

NZG 2010, 709-711

NZM 2010, 488-490

RdW 2010, 474-475

VuR 2010, 397

WM 2010, 972-975

WPg 2010, 795

WuB 2010, 683-684

ZAP EN-Nr. 0/2010

ZAP EN-Nr. 481/2010

ZBB 2010, 257

ZfIR 2010, 576-579

ZIP 2010, 23

ZIP 2010, 1030-1032

Amtlicher Leitsatz:

Wird in dem Emissionsprospekt eines geschlossenen Immobilienfonds erklärt, eine Anschlussförderung nach Ablauf der 15-jährigen Grundförderung gemäß den einschlägigen Berliner Wohnungsbauförderungsbestimmungen werde "gewährt", obwohl darauf kein Rechtsanspruch bestand, sondern lediglich nach der bisherigen Verwaltungspraxis damit zu rechnen war, ist das ein zur Haftung wegen Verschuldens bei Vertragsschluss führender Prospektfehler.

Der II. Zivilsenat des Bundesgerichtshofes hat
auf die mündliche Verhandlung vom 22. März 2010
durch
den Vorsitzenden Richter Prof. Dr. Goette und
die Richter Dr. Strohn, Caliebe, Dr. Reichart und Bender
für Recht erkannt:

Tenor:

Auf die Revision der Klägerin wird das Urteil des 26. Zivilsenats des Kammergerichts vom 13. Februar 2008 aufgehoben.

Die Sache wird zur neuen Verhandlung und Entscheidung, auch über die Kosten des Revisionsverfahrens, an das Berufungsgericht zurückverwiesen.

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