BGH, 22.03.2010 - AnwZ (B) 29/09 - Widerruf einer Zulassung zur Rechtsanwaltschaft wegen Vermögensverfalls; Heilung einer Verletzung rechtlichen Gehörs

Bundesgerichtshof
Beschl. v. 22.03.2010, Az.: AnwZ (B) 29/09
Gericht: BGH
Entscheidungsform: Beschluss
Datum: 22.03.2010
Referenz: JurionRS 2010, 13639
Aktenzeichen: AnwZ (B) 29/09
 

Verfahrensgang:

vorgehend:

AGH Hessen - 08.12.2008 - AZ: 1 AGH 20/08

Verfahrensgegenstand:

Widerruf der Zulassung zur Rechtsanwaltschaft

Redaktioneller Leitsatz:

  1. 1.

    Ein Vermögensverfall im Sinne des § 14 Abs. 2 Nr. 7 BRAO führt regelmäßig zu einer Gefährdung der Interessen der Rechtsuchenden.

  2. 2.

    Eine etwaige Verletzung des rechtlichen Gehörs im Verfahren vor dem Anwaltsgerichtshof wird durch die Anhörung des Antragstellers im Beschwerdeverfahren geheilt.

Der Bundesgerichtshof, Senat für Anwaltssachen, hat
durch
den Vorsitzenden Richter Dr. Ganter,
die Richterinnen Roggenbuck und Lohmann,
die Rechtsanwältin Kappelhoff und
den Rechtsanwalt Prof. Dr. Quaas
nach mündlicher Verhandlung
am 22. März 2010
beschlossen:

Tenor:

Die sofortige Beschwerde des Antragstellers gegen den Beschluss des 1. Senats des Hessischen Anwaltsgerichtshofs vom 8. Dezember 2008 wird zurückgewiesen.

Der Antragsteller hat die Kosten des Rechtsmittels zu tragen und der Antragsgegnerin die ihr im Beschwerdeverfahren entstandenen notwendigen außergerichtlichen Auslagen zu erstatten.

Der Geschäftswert des Beschwerdeverfahrens wird auf 50.000 EUR festgesetzt.

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