BGH, 22.02.2011 - XI ZR 261/09 - Beweislast eines Kreditinstituts hinsichtlich des Fehlens der Genehmigung einer Lastschrift durch einen Kontoinhaber bei Geltendmachung eines Bereicherungsanspruchs gegen den Gläubiger der Lastschrift

Bundesgerichtshof
Urt. v. 22.02.2011, Az.: XI ZR 261/09
Gericht: BGH
Entscheidungsform: Urteil
Datum: 22.02.2011
Referenz: JurionRS 2011, 13015
Aktenzeichen: XI ZR 261/09
 

Verfahrensgang:

vorgehend:

LG Hamburg - 06.02.2009 - AZ: 323 O 177/08

OLG Hamburg - 21.07.2009 - AZ: 9 U 58/09

Fundstellen:

AnwBl 2011, 226-227

BB 2011, 1026

BKR 2011, 256-259

DB 2011, 8

DB 2011, 871-873

DStR 2011, 12

EBE/BGH 2011, 123-125

GK/BW 2012, 92-93

GWR 2011, 186

MDR 2011, 615-616

NJW 2011, 6-8

NJW 2011, 2130-2132

NZI 2011, 7

NZI 2011, 402-404

VuR 2011, 237

WM 2011, 688-690

WuB 2011, 425-426

ZAP 2011, 610-611

ZAP EN-Nr. 385/2011

ZIP 2011, 722-724

Amtlicher Leitsatz:

BGB § 684 Satz 2, § 812

Macht ein Kreditinstitut, das auf einem bei ihm geführten Konto eine im Einzugsermächtigungsverfahren erteilte Lastschrift eingelöst hat, einen unmittelbaren Bereicherungsanspruch gegen den Gläubiger der Lastschrift geltend, da der Kontoinhaber eine Genehmigung der Lastschrift endgültig nicht erteilt habe, hat es die tatsächlichen Voraussetzungen dieses Bereicherungsanspruchs und damit auch das Fehlen einer Genehmigung der Lastschrift durch den Kontoinhaber zu beweisen.

Der XI. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs hat
auf die mündliche Verhandlung vom 22. Februar 2011
durch
den Vorsitzenden Richter Wiechers und
die Richter Dr. Ellenberger, Maihold, Dr. Matthias und Pamp
für Recht erkannt:

Tenor:

Auf die Revision der Beklagten wird das Urteil des 9. Zivilsenats des Hanseatischen Oberlandesgerichts Hamburg vom 21. Juli 2009 in der Fassung des Berichtigungsbeschlusses vom 3. September 2009 aufgehoben.

Die Sache wird zur neuen Verhandlung und Entscheidung, auch über die Kosten des Revisionsverfahrens, an das Berufungsgericht zurückverwiesen.

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