BGH, 21.12.2011 - 4 StR 596/11 - Einbeziehung eines Strafbefehls wegen Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte in die Verurteilung wegen besonders schweren Raubes zu einer Jugendstrafe

Bundesgerichtshof
Beschl. v. 21.12.2011, Az.: 4 StR 596/11
Gericht: BGH
Entscheidungsform: Beschluss
Datum: 21.12.2011
Referenz: JurionRS 2011, 33101
Aktenzeichen: 4 StR 596/11
 

Verfahrensgang:

vorgehend:

LG Bielefeld - 19.08.2011

Verfahrensgegenstand:

Besonders schwerer Raub

Redaktioneller Leitsatz:

Auch wenn der Angeklagte die einem früheren Strafbefehl zugrunde liegende Tat als Erwachsener oder Heranwachsender begangen haben sollte, kann der Strafbefehl gemäß § 105 Abs. 2 in Verbindung mit § 31 Abs. 2 Satz 1 JGG in die jetzige Verurteilung einbezogen werden.

Der 4. Strafsenat des Bundesgerichtshofs hat nach Anhörung des Generalbundesanwalts und des Beschwerdeführers am 21. Dezember 2011 gemäß § 349 Abs. 2 und 4, § 354 Abs. 1 StPO beschlossen:

Tenor:

  1. 1.

    Auf die Revision des Angeklagten wird das Urteil des Landgerichts Bielefeld vom 19. August 2011 im Strafausspruch dahin geändert, dass der Angeklagte unter Einbeziehung des Strafbefehls des Amtsgerichts Berlin vom 10. Mai 2011 zu einer einheitlichen Jugendstrafe von drei Jahren und zwei Monaten verurteilt wird.

  2. 2.

    Die weiter gehende Revision wird verworfen.

  3. 3.

    Der Beschwerdeführer hat die Kosten des Rechtsmittels zu tragen.

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