BGH, 21.12.2010 - 2 StR 526/10 - Nachträgliche Gesamtstrafenbildung bei Begehung der abgeurteilten Tat nach Erlass eines Strafbefehls

Bundesgerichtshof
Beschl. v. 21.12.2010, Az.: 2 StR 526/10
Gericht: BGH
Entscheidungsform: Beschluss
Datum: 21.12.2010
Referenz: JurionRS 2010, 31446
Aktenzeichen: 2 StR 526/10
 

Verfahrensgang:

vorgehend:

LG Darmstadt - 12.04.2010

Verfahrensgegenstand:

Diebstahl

Redaktioneller Leitsatz:

Hat der Tatrichter eine nachträgliche Gesamtstrafe gebildet, obwohl die Voraussetzungen des § 55 StGB nicht vorlagen, kann das Revisionsgericht diese auflösen.

Der 2. Strafsenat des Bundesgerichtshofs hat
auf Antrag des Generalbundesanwalts und
nach Anhörung der Beschwerdeführerin
am 21. Dezember 2010
gemäß § 349 Abs. 2 und 4 StPO
beschlossen:

Tenor:

Die Revision der Angeklagten gegen das Urteil des Landgerichts Darmstadt vom 12. April 2010 wird unter Wegfall der Gesamtstrafe mit der Maßgabe verworfen, dass die Angeklagte wegen Diebstahls zu einer Freiheitsstrafe von sechs Monaten verurteilt ist.

Die Beschwerdeführerin hat die Kosten des Rechtsmittels zu tragen.

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